Auf seinem Weg in den Golf von Mexiko durchpflügt er die karibischen Inseln.

Samstagnacht richtete er große Schäden auf den Turks- und Caicos-inseln im Atlantik an. Dann steuerte „Ike“ mit Windgeschwindigkeiten von 215 Stundenkilometern in seinem Zentrum auf den Osten Kubas zu. Die kubanische Regierung versetzte die östlichen Provinzen in höchste Alarmbereitschaft und ließ mehrere hunderttausend Einwohner in Sicherheit bringen. Haiti, die Dominikanische Republik und die Bahamas bekamen die Auswirkungen des Hurrikans durch anhaltende Regenfälle zu spüren.
US-Präsident George W. Bush erklärte den Bundesstaat Florida wegen des nahenden Hurrikans gestern vorsorglich zum Notstandsgebiet. Das ermöglicht es den US-Bundesbehörden, die regionalen Vorsorgemaßnahmen zu unterstützen und Truppen der Nationalgarde zu aktivieren. Das Heimatschutzministerium sei angewiesen, alle Maßnahmen zu ergreifen, um für einen Katastrophenfall gerüstet zu sein und die verschiedenen Einsatzkräfte und Hilfsmaßnahmen koordinieren zu können, teilte das Weiße Haus mit.
„Ike“ tobte gestern zunächst über den zu Großbritannien gehörenden Turks- und Caicos-inseln. Dort sollen 80 Prozent der Häuser beschädigt oder zerstört worden sein. Die 38 000 Einwohner hatten sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Zuvor hatte „Hanna“ den Inseln, die nördlich von Haiti und Kuba im Atlantik liegen, schwer zugesetzt.
In Europa haben am Wochenende wolkenbruchartige Regenfälle Teile von Großbritannien, Frankreich und der Schweiz unter Wasser gesetzt. In Großbritannien starben fünf Menschen. Die Umweltbehörde warnte, dass anhaltender Regen auch in den kommenden Tagen zu Überflutungen führen könnte. In Frankreich stürzte in einem Vorort von Grenoble ein Supermarktdach ein und verletzte zwölf Menschen. In der Schweiz lösten die Wassermassen Erdrutsche und Steinschlag auf Passstraßen aus. (dpa/B.M.)