In der Gemeindevertretersitzung gab es dazu heftige Wortwechsel.

Eberhard Krause, der Fraktionsvorsitzende der Freien Wähler, beklagte, dass Gespräche bezüglich der Bildung einer Großgemeinde oder eines Zusammenschlusses mit einer Stadt im Sande verlaufen seien. Die Gemeinde solle die Frühorientierung forcieren sowie Wege und Chancen ausloten, bevor vom Land eine Zwangszusammenlegung diktiert werde, mahnte er.

Amtsdirektor Detlef Höhl (SPD) warnte vor Alleingängen. Dabei berief er sich auf Hinweise aus der Kreisverwaltung, wonach es eine Filetierung des Amtes Altdöbern nicht geben werde. Darüber hinaus empfahl er, die Ergebnisse der Enquete-Kommission "Kommunal- und Landesverwaltung - bürgernah, effektiv und zukunftsfest - Brandenburg 2020" abzuwarten. "Erst dann werden wir wissen, wo die Reise hinführt", betonte Höhl.

Der CDU-Fraktionsvorsitzende kritisierte den Vorstoß der Freien Wähler, "die Gemeinde Altdöbern aus dem Amt lösen zu wollen. "Die CDU wird nicht zulassen, dass das Amt zerschlagen wird. Wir favorisieren das Modell Großgemeinde, sind aber offen für alles", sagte er.

Den Gemeindevertretern aus den Lagern der CDU und der SPD störte, dass in der Beschlussvorlage allein das Prüfen eines Zusammenschlusses mit der Stadt Großräschen erwogen wurde. Nach einer Umformulierung der Beschlussvorlage sprachen sich die Gemeindevertreter mehrheitlich dafür aus, dass sich der Hauptausschuss mit dem Thema kommunaler Zusammenschluss beschäftigen soll.

Abgeordnete der CDU und SPD warnten vor Schnellschüssen. Amtsdirektor Detlef Höhl sprach sich dafür aus, alle Optionen abzuwägen.

Neben eventuellen Bündnissen mit den Nachbarstädten Großräschen und Calau sollte der Zusammenschluss mit den Bergbau-Anrainern Drebkau/Welzow/Spremberg (Pritzener Erklärung) ebenso in Betracht gezogen werden, wie eine Allianz mit dem Amt "Kleine Elster", sagte der Amtsdirektor.

Bekanntheitsgrad genießt das Amt "Kleine Elster" insbesondere durch das Besucherbergwerk F60 und den Industrie- und Gewerbepark Massen.