Kunden können demnach bei Neuware bis zu zwei Jahre nach dem Kauf vom Händler eine Reparatur oder einen Ersatz für den Gegenstand verlangen - der Mangel muss dafür aber schon vor dem Kauf vorgelegen haben. Bei gebrauchten Sachen kann sich die Frist auch auf ein Jahr verkürzen.

"Grundsätzlich hat der Händler nach dem Gesetz immer die Chance nachzuerfüllen", erklärt Scherer. Alternativ sei also eine Minderung des Preises oder der Rücktritt vom Kaufvertrag sofort denkbar, wenn sich Kunden und Händler darauf gemeinsam einigen.

In der Regel bezahlen Kunden auf dem Weihnachtsmarkt bar, häufig ohne Kassenbeleg. Ein Fehler, aus Sicht der Verbraucherschützerin, denn im Streitfall müssen Kunden nachweisen, dass sie die Ware beim Händler gekauft haben. Das geht am einfachsten, wenn sie einen Kassenbon haben.

Ein weiterer Vorteil: Auf dem Zettel finden sie meist auch die Anschrift des Händlers. "Das ist praktisch, falls Kunden die Ware umtauschen wollen, obwohl der Weihnachtsmarkt schon abgebaut ist", erklärt Scherer.

Aber was gilt, wenn die Ware einem Kunden nicht mehr gefällt? Dann haben Kunden oft Pech gehabt: "Denn in einem solchen Fall müssen Kunden auf die Kulanz des Händlers hoffen", erklärt Scherer. Deshalb empfiehlt sie Verbrauchern, die Gegenstände vorab genau anzusehen und auszuprobieren. Im Gegensatz zum Online-Shop haben Kunden im Laden und auf dem Weihnachtsmarkt bei Nichtgefallen nämlich kein 14-tägiges Widerrufsrecht.