Etwa 20 Abflüge ab Tegel und Schönefeld und 25 geplante Landungen auf den beiden Berliner Flughäfen wurden für die Zeit bis zum späten Abend annulliert. Betroffen waren Flüge von und nach Stockholm, Oslo, Brüssel, Amsterdam, London, Stockholm, Glasgow und Liverpool. Das ging aus der aktuellen Internet-Information der Berliner Flughäfen hervor.

Nach Angaben der Europäische Flugsicherheitsbehörde

Eurocontrol haben inzwischen acht europäische Länder ihren Luftraum komplett gesperrt. Das seien Großbritannien, Irland, Belgien, die Niederlande, Norwegen, Schweden, Finnland sowie Dänemark. Wegen der Aschewolke sind am Donnerstag rund ein Viertel aller Flüge in Europa ausgefallen. Jeden Tag gibt es europaweit 28 000 Flugbewegungen.

Die Berliner Flughäfen blieben zunächst offen. Der Vulkanausbruch könnte sich aber bis zum Wochenende auf den Luftverkehr über Deutschland auswirken. Eine Aschewolke werde voraussichtlich bis Donnerstagabend von Bremen nach Frankfurt ziehen und dort bis zu einen Tag bleiben, sagte der Meteorologe Andreas Beck von der Luftfahrtberatungszentrale Nord des Deutschen Wetterdienstes.

Wolken aus Vulkanasche sind für Flugzeuge sehr gefährlich. Heiße Asche kann sich auf den Triebwerksschaufeln festsetzen, verkrusten und die Strömung verändern. Im schlimmsten Fall kann das Triebwerk dann ausfallen. Außerdem können die Sensoren der Messgeräte für Höhe und Geschwindigkeit ausfallen.

Die Menschen in Deutschland müssen sich vor der Asche aus Island nicht fürchten. „Die Asche ist nur dann für unsere Gesundheit gefährlich, wenn wir wirklich sehr hohe Konzentrationen erhalten würden. Das ist aber hier überhaupt nicht zu erwarten“, sagte der Würzburger Geophysiker Bernd Zimanowski. „Da ist nix radioaktiv oder giftig. Das ist nicht toxisch.“