Aber die Grenze zwischen der kostenfreien Akquisitionsphase und dem honorarpflichtigen Planungsprozess ist fließend und muss bei jedem Projekt neu definiert werden.
Die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (Arge Baurecht) empfiehlt deshalb, vorab zu klären, ab wann ein Architekt für seine Leistungen bezahlt werden muss. Außerdem sollte festgelegt werden, ab welchem Zeitpunkt die Akquisition zum Vertrag und das unverbindliche Vorgespräch zum vergütungspflichtigen Auftrag wird. Nach Erfahrungen der Arge Baurecht wird die Honorarfrage beim ersten Treffen zwischen dem Architekten und dem möglichen Bauherrn zu selten angesprochen. Oft komme es deswegen zu Missverständnissen. Wenn der Kunde davon ausgeht, die Beratung koste ihn nichts, dann sollte er das auch deutlich sagen, so die Experten. Umgekehrt dürften sich Architekten auch nicht scheuen, deutlich herauszustellen, ab welchem Zeitpunkt sie Honorar verlangen.
Ausgangspunkt für die Berechnung ist die Honorarordnung für Architekten und Ingenieure (HOAI). Sie regelt die Bezahlung der am Bau beteiligten Planer. (ddp.djn/eb)