Hertha hatte mehr Ballbesitz, agierte aber ohne Bewegung im Spiel nach vorn und mit wenig Ideen.

Der erste Aufreger ereignete sich nach 15 Minuten, als C. Mai nach klarem Nachtreten Rot sah. Hertha spielte danach weiterhin lethargisch und mit vielen Fehlpässen. Pech hatten sie dann nach einem indirekten Freistoßtor von R. Gerstberger, als kein Spieler mehr an den Ball kam. Nach einer Nachlässigkeit im Defensivverbund hatten die Gäste dagegen Glück, dass der Schiedsrichter nicht auf Strafstoß entschied. Damit hatten er und sein Kollektiv die Sympathien nicht unbedingt auf ihrer Seite.

Dann fiel das 1:0 aus dem Nichts, als die Ordnung nach einer Ecke mal wieder nicht passte und Heilmann die Führung für den Außenseiter erzielte. Viele Nicklichkeiten störten weiterhin das Aufbauspiel der Sängerstädter.

Das 1:1 erzielte Stern aber nach einem Konter mit einem Schuss aus 20 Metern. Im zweiten Durchgang hatte Finsterwalde sich mehr vorgenommen und war jetzt zwingender in den Offensivaktionen, da von Hirschfeld nicht mehr viel kam.

Die Hausherren setzten auf Standards, waren dann aber oft gefährlich. Nach einigen Chancen traf M. Rumsch, nachdem sein Bruder einen Freistoß vor seine Füße verlängerte. Jetzt rollte der Ball gut in den eigenen Reihen, da der Kräfteverschleiß beim Heimteam offensichtlich wurde.

Das 3:1 markierte A. Auras, nachdem wieder H. Rumsch per Kopf vorlegte. Dem dritten Treffer folgten viele Chancen zur Resultatsverbesserung. Hertha scheiterte aber entweder an der eigenen Abschlussschwäche oder dem Ersatzkeeper Thieme. So blieb es beim 3:1, das aufgrund der zweiten Hälfte aber hochverdient war.

Hirschfeld: Hänßgen (Lukas), Imhof, Haarig, Großer, Manig, Mai, Bischof (Nicklisch), Haase, Heilmann, Jörke, Thieme.

Finsterwalde: Mann, Müller, Kinzl, Gerstberger, Thimm, Hennig (70. Kaulbarsch), Stern, H. Rumsch, Stephan (60. Franzeck), Auras, M. Rumsch.

Tore: 1:0 Heilmann (25.), 1:1 Stern (44.), 1:2 (60.) M. Rumsch, 1:3 (75.) Auras. – Gelb: Manig (Hirschfeld) – Thimm, Gerstberger (Hertha). – SR: Lehmann (Bad Liebenwerda. – Z: 80.