Seine Kanzlei vertritt 39 Familien, die bei dem Absturz von Flug 4U9525 über den französischen Alpen einen Angehörigen verloren haben.

Giemulla bestätigte Medienberichte, wonach am Samstag mehr als 100 Hinterbliebene in einem Hotel über das weitere Vorgehen gegen die Germanwings-Muttergesellschaft Lufthansa beraten hatten. "Die Stimmung war eindeutig", sagte Giemulla. Weil man gegen das "sehr restriktive Verhalten" der Lufthansa-Anwälte in Deutschland nicht weiterkomme, sprachen sich die Angehörigen seinen Angaben nach dafür aus, auch in den USA für Entschädigungen zu streiten. Ein Germanwings-Sprecher teilte am Sonntag mit, von Klagen in den USA habe man bislang nur aus Medienberichten gehört.

Die Germanwings-Maschine war auf dem Weg von Barcelona nach Düsseldorf an einem Berg zerschellt. Die Ermittler halten es für erwiesen, dass der Copilot absichtlich auf Crashkurs steuerte. Alle 150 Menschen an Bord starben.