Die Zusammenarbeit mit Ärzten und Apothekern berge keine wesentlichen zusätzlichen Risiken für die anwaltlichen Berufspflichten, befanden die Karlsruher Richter in ihrem jetzt veröffentlichten Beschluss. So seien diese etwa genauso zur Verschwiegenheit verpflichtet wie die Anwälte selbst. Das Verbot greife daher unverhältnismäßig in die Berufsfreiheit ein, begründeten die Richter ihre Entscheidung (Az.: 1 BvL 6/13).

Beschwerde eingereicht hatten ein Anwalt und eine Ärztin und Apothekerin, denen das Amtsgericht Würzburg die Eintragung ins Partnerschaftsregister versagt hatte. Die Frau sollte als Gutachterin und Beraterin tätig sein. Der Fall ging bis zum Bundesgerichtshof, der die Regelung den Verfassungsrichtern zur Prüfung vorlegte.