Allen betroffenen Grundstückseigentümern steht in der Regel ein finanzieller Ausgleich zu. Das Gesetz regelt ihn in Paragraf 9 Abs. 3 des Grundbuchbereinigungsgesetzes (GBBerG). Auf diesen Sachverhalt weist das Internetportal www.JuraScout.de hin.

Diese Ausgleichsansprüche seien erst in den Jahren 2001 bis 2011 zur Zahlung fällig geworden. „Bis dahin hatten die Versorgungsunternehmen beim Gesetzgeber die unverzinste Stundung ausgehandelt“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Trotz des langen Zeitraums gestaltet sich den Angaben nach die Bearbeitung der Entschädigung durch die Versorgungsunternehmen schleppend. Die Leitungen würden derweil auf den Grundstücken gewinnbringend genutzt.

Den Grundstückseigentümern drohen nun jedoch Ausgleichsansprüche durch Verjährung verloren zu gehen. Zum 31. Dezember 2011 verjähren Gelder aus dem Jahr 2008, informiert das Portal JuraScout.de weiter und rät allen Betroffenen, schnell zu handeln: „Die Grundstückseigentümer können noch bis zum Jahresende selbst etwas gegen die Verjährung tun und so ihren eigenen persönlichen Euro-Rettungsschirm aufspannen“, heißt es in dem Schreiben.

Auf der Homepage werden nach Angaben der Betreiber kostenlose Informationen zur Verfügung gestellt. Das sei zum Beispiel eine umfangreiche, rund 30-seitige Informationsschrift, die den komplexen juristischen Sachverhalt für Laien verständlich erläutere. Außerdem stünden geeignete Musterbriefe zum Herunterladen zur Verfügung.