In Haiti starben mehr als 60 Menschen, als Sturm "Hanna" über den Norden des Landes hinwegzog und ganze Landstriche verwüstete. Noch gestern stand die Stadt Gonaïves im Zentrum des Landes wegen schwerer Überschwemmungen unter Wasser, berichteten örtliche Medien. Die nächste Katastrophe bahnt sich bereits an. Über dem Atlantik entwickelte sich Wirbelsturm "Ike" auf seinem Zug Richtung Karibik zum Hurrikan der Stufe vier auf der fünfteiligen Skala. Wann und wo er auf Land treffen könnte, ist dem US-Hurrikanzentrum zufolge noch nicht abzusehen.
"Wir können derzeit nur zum Teil sagen, welche Schäden es gibt", sagte der Bürgermeister von Gonaïves, Stephen Moïse. "Im Moment ist es unmöglich, die Stadt zu betreten." In der drittgrößten Stadt Haitis sollen 4000 Menschen in Notunterkünfte geflohen sein. Andere retteten sich auf die Dächer ihrer Häuser. Ein Polizist berichtete, dass er Leichen im Wasser habe treiben sehen. Dort, wo einmal Straßen waren, haben sich Kanäle mit schmutzigem Wasser gebildet. In der Umgebung rissen über die Ufer getretene Flüsse Brücken mit sich und zerstörten Getreidefelder. (dpa/bw)