Herr Lehmann muss aber offensichtlich bei seiner Rückschau in die 60er Jahre etwas nicht richtig verstanden haben. In den sechziger Jahren begann nämlich, initiiert durch die Wildforschung der DDR, eine grundlegende Veränderung der Bewegungsjagden. An die Stelle der bis dahin üblichen Treibjagden trat in den Hochwildrevieren die Ansitz-Drückjagd. Dabei wurde das Wild ohne Krach in den Einständen beunruhigt und kam den Jägern in langsamer Gangart. Der Einsatz von Hunden erfolgte nur, wenn die Sauen den Einstand nicht verlassen wollten. Diese Jagdmethode ist inzwischen nicht mehr sonderlich gefragt, heute werden verstärkt einzelne Hunde und auch zunehmend Hundemeuten zum Einsatz gebracht, welche das Wild mehr oder weniger ausdauernd hetzen. Dabei bewegt man sich in manchen Revieren an der Grenze des Erlaubten, denn Hetzjagden sind in Deutschland verboten.