Auch 2013 komme es zu keinen wesentlichen Verbesserungen der Internetversorgung durch ein Glasfaserkabelnetz. Die Ortschaften Ponnsdorf und Lindthal hätten eine sehr schlechte Internetanbindung - zählen zu den weißen Flecken, die eine Downloadgeschwindigkeit von weniger als zwei Megabit pro Sekunde für den Nutzer zur Verfügung stellen. Der Provider Vodafone versorge dagegen demnächst die Gemeinden Massen, Betten, Lichterfeld-Schacksdorf und Lieskau.

Über die Nutzung der Datenautobahn der Opal habe man im Amt zwar nachgedacht, jedoch sieht Richter wenig Chancen für eine Zusammenarbeit mit Wingas. "Wir hätten eine Leitung von der Trasse bis in die Ortschaften legen und eine Kopfstation über die Trasse mitfinanzieren müssen", so der Amtsdirektor. Das sprenge jedoch den Gemeindehaushalt. Die Kosten würden sich immerhin auf etwa 300 000 Euro belaufen.

Dennoch will das Amt in den Industriepark Massen investieren: "Wir haben eine Studie in Auftrag gegeben, die die Kosten für ein Glasfaserkabelnetz im Industriepark errechnet", sagt Richter. Derzeit laufen Gespräche mit einem Investor dazu. Seine Hoffnung, dass sich dieser an den anfallenden Kosten beteiligt, sie gar komplett übernimmt und das Netz anschließend betreibt, sind groß. "Technisch wäre dies alles jetzt schon möglich, jedoch wird die tatsächliche Verlegung frühestens 2014 beginnen", ist er sich sicher.

Bis dahin sollen Kosten erstellt und ein entsprechender Investor gefunden sein. Die Leerrohre, in die das Glasfaserkabel kommt, liegen schon in der Erde.