Während Anfang 2012 etwa die Hälfte der Gemeinden im Elsterland von der Breitbandversorgung "abgeschottet" waren, habe sich nun die Lage etwas entspannt. "Wir haben erst kürzlich durch die Provider Telekom und Vodafone eine Versorgung der Gemeinden Tröbitz, Rückersdorf und Fischwasser mit der LTE-Technik umsetzen können", sagt Torsten Drescher. So seien die weißen Flecken zwar verschwunden, jedoch blieben "graue" zurück. In Domsdorf habe man mit der Lausitzer Kabelbetriebsgesellschaft einen Partner gefunden, der den Haushalten ein DSL-Angebot liefere.

Aus Kostengründen habe das Amt davon abgesehen, die Opal-Trasse als Lieferant für schnelles Internet zu nutzen. "Wie in anderen Gemeinden auch haben wir den Anschluss an die Opal diskutiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ohne Zuschüsse des Landes oder Bundes eine Umsetzung für uns nicht tragbar ist", stellt Torsten Drescher fest. Für ihn sei es auch ferne Zukunftsmusik, dass in den nächsten Jahren in den Haushalten des ländlichen Elbe-Elster-Kreises Glasfaserkabel anliegen würden.

Ein wenig "Bauchschmerzen" bereite ihm dennoch die derzeitige Lösung durch die LTE-Technik. "Die Kapazität dieser Technik ist begrenzt", erklärt er, "desto mehr Benutzer sich über LTE in einer Gemeinde einwählen, desto langsamer geht es für alle im Netz voran, die diese Übertragungsart nutzen."

Daher sei mit der LTE-Technik noch nicht das Ende der Breitbandversorgung erreicht. "Wir hoffen, dass die Bevölkerung uns eine Rückmeldung gibt, welche Erfahrungen sie mit LTE machen oder gemacht haben."