Erlesene Gäste können gegen eine Spende einen luxuriösen Gala-Empfang feiern. Der Erlös kommt dem Berliner Schloss zugute. Das Stadtschloss, im Zweiten Weltkrieg beschädigt und 1950 von der DDR-Regierung gesprengt, soll mit seiner historischen Barockfassade teilweise wieder aufgebaut werden.
"Die Resonanz auf unsere Aktion in Amerika ist sehr groß", sagt Kathleen von Alvensleben vom Förderverein Berliner Schloss, die in den USA die Werbetrommel rührt. Zu den Unterstützern des Projekts gehören der Kosmetikerbe und Kunstsammler Ronald Lauder, der frühere US-Präsident George Bush senior sowie der frühere amerikanische Außenminister und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger. "Der Wiederaufbau des Berliner Schlosses wird in Berlin und Europa das Vermächtnis eines europäischen Erbes wiederherstellen, das geografische und ideologische Grenzen überschreitet", erklärte Kissinger in einem Grußwort.
Zu der Gala-Veranstaltung auf dem Anwesen bei New York, das einem Lustschloss von Versailles nachempfunden ist, werden laut Alvensleben rund 150 Gäste erwartet. Der Hausherr öffnet dafür seine international renommierte Porzellansammlung, die kürzlich auf einer Europatour in Berlin, Wien und Paris zu sehen war. Der Bundestag hat eine Kostenobergrenze von 552 Millionen Euro festgesetzt. 80 Millionen sollen durch Spenden hereinkommen. Der Baubeginn ist für das Jahr 2010 geplant. (dpa/bw)