Im Prozess um die Ermordung des Mädchens ergänzte die Diplom-Psychologin der Justizvollzugsanstalt Wriezen das Bild von dem Angeklagten Maurice M. Sie beschrieb ihn als einen Menschen, der nicht fähig sei, anderen gegenüber Mitgefühl zu empfinden und sich kaum in andere hineinversetzen könne. Bis heute habe er sich mit der bestialischen Tat, bei der er das 14-jährige Mädchen mit 78 Messerstichen getötet haben soll, nicht auseinandergesetzt.

Der Angeklagte lebe in einer eigenen Welt, die nichts mit der Realität zu tun habe. Soziale Kontakte habe er auch innerhalb der Justizvollzugsanstalt nicht. Stattdessen halte er sich 24 Stunden lang in seinem Haftraum auf und lehne Gespräche weitgehend ab. Er habe sich sogar beklagt, dass er mit "Verbrechern" zusammenleben müsse. Maurice M. halte sich selbst für hochintelligent und plane ein Studium. "Das ist so skurril und schräg", sagte die Psychologin.