| 02:41 Uhr

Altkleidersammlung auf dem Prüfstand

Forst. Die Altkleidersammlungen im Spree-Neiße-Kreis sollen geprüft werden. Kurzfristig kam ein entsprechender Beschluss am Mittwoch auf die Tagesordnung des Kreistages. bob

Darin wird die Kreisverwaltung beauftragt, eine "einheitliche und flächendeckende Sammelstruktur zur ordnungsgemäßen und hochwertigen Verwertung von Alttextilien" aufzubauen. Zunächst sollen dazu die bisherigen Sammelsysteme auf ihre Wirtschaftlichkeit geprüft werden.

Als Grund für die kurzfristige Entscheidung verwies der Beigeordnete der Kreisverwaltung, Olaf Lalk (CDU), auf die im Kreislaufwirtschaftsgesetz seit 1. Juni festgelegte Zuständigkeit des Landkreises. Aus dem Modellversuch zur Wertstofftonne hat der Eigenbetrieb Abfallwirtschaft zuvor bereits Erfahrungen mit dem Sammeln von Altkleidern machen können. Die Sammlung in der Tonne hatte sich allerdings als nicht erfolgreich erweisen. Die Textilien kamen nicht in der nötigen Qualität für eine Weiterverwertung an.

Grundsätzlich allerdings lässt sich mit Altkleidersammlungen Geld verdienen. Das nutzen auch zahlreiche private Anbieter. "Seit 1. Januar ist eine Flut von Anträgen bei uns eingegangen. Darunter sind auch Unternehmen, die wir bisher gar nicht kannten", erklärte Lalk. Man wolle nun die Sammelsysteme überprüfen und damit auch Wildwuchs beenden.

Das Ergebnis der Prüfung soll dem Kreistag vorgelegt werden.

Sollte sich dann die Möglichkeit ergeben, ein lohnendes Sammelsystem durch den Eigenbetrieb aufzubauen, könne das auch den Bürgern zugutekommen. Mit den Einnahmen aus der Altkleidersammlung könnten die Müllgebühren stabilisiert werden, so die Idee.