Der Halbstein trägt den Stempel „Ilse“. Er müsste mehr als 70 Jahre alt sein, schätzt Volker Krause, Sprecher der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV), ein. „Vielleicht können Leser dabei helfen, das genaue Alter zu bestimmen“, sagt Volker Krause.

Das Brikett ist am Dienstag während einer Begehung des amputierten Elster-Abschnittes entdeckt worden. Experten des Landesamtes für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz (LUGV) Brandenburg haben sich dort davon überzeugt, dass alle ökologischen Schätze wie Muscheln und Fische aus dem Flussbett geborgen und umgesetzt wurden. Kreisgewässerwart Ralf Stephan und seine Helfer haben abgefischt. Biologen des Forschungsinstituts für Bergbaufolgelandschaften (FIB) Finsterwalde haben die Flussmuscheln und geschützte Pflanzen aus dem Deichvorland umgesetzt. Die wissenschaftlichen Untersuchungen der Funde erfolgen nach dem Jahreswechsel.

„Neben allen im Flussbett abgelagerten Sanden, Schotter, Altholz und illegalem Müll – wie einer Flaschenpost, einem Fahrrad und Autoteilen – lag auch das Altbrikett“, erzählt LMBV-Projektmanager Sieghard Balzer. Dieses habe sofort das besondere Interesse bei geschichtsvertrauten Bergleuten geweckt. Mit Erstaunen sei quittiert worden, dass ein Brikett, das sicher jahrzehntelang im Wasser gelegen hat, so gut erhalten ist. Das alte Flussbett soll, so das Wetter dies zulässt, zügig verfüllt werden.