Beim Schnarchen kann manchmal auch der Zahnarzt helfen. Um Schnarchen oder die gefährlichere Schlafapnoe mit Atemaussetzern in den Griff zu bekommen, werden spezielle Zahnschienen verwendet. Darauf weisen die ostdeutschen Landeszahnärztekammern in ihrer Patientenzeitschrift "ZahnRat" (Ausgabe 86) hin.

Für eine solche Schiene wenden sich Betroffene zunächst am besten an ihren Zahnarzt. Denn nicht immer ist die sogenannte Protrusionsschiene eine Behandlungsmöglichkeit: Etwa wenn nicht genug eigene feste Zähne vorhanden sind. Laut der Zeitschrift sind acht bis zehn Zähne inklusive überkronter Zähne pro Kiefer das Minimum.

Die Schiene wird vor dem Schlafengehen auf die Zahnreihen im Ober- und Unterkiefer gesetzt. Dadurch wird der Unterkiefer weiter vorn gehalten und auch die Zunge vorverlagert, wird in der Zeitschrift erläutert. Das soll den Atemweg im Rachen offen halten und das Schnarchen verhindern. Patienten müssen die Schiene jede Nacht tragen. Sie wird morgens ganz einfach mit einer Zahnbürste gereinigt.

Wer auf eigene Faust etwas gegen das Schnarchen unternehmen will, kann es ohne Schiene versuchen: So sollte man in den letzten drei bis vier Stunden vorm Schlafengehen keinen Alkohol trinken. Auch auf Schlafmittel verzichtet man besser, denn durch die entspannende Wirkung erschlafft die Muskulatur. Und das begünstigt das Schnarchen. Außerdem schläft man am besten auf der Seite oder auf dem Bauch. Denn, wenn man auf dem Rücken liegt, wird der Unterkiefer nicht gestützt und man atmet durch den Mund. Bei starkem Übergewicht kann auch Abnehmen das Schnarchen lindern.

Mit zunehmendem Alter schnarchen immer mehr Menschen: Laut der Zeitschrift immerhin 60 Prozent der Männer und 40 Prozent der Frauen. Während bei vielen Personen die Schnarchgeräusche relativ leise sind, sind sie in einigen Fällen aber sehr laut und störend. So ist im Guinness-Buch der Rekorde eine Schnarch-Lautstärke von 93 Dezibel vermerkt. Das entspricht etwa der Geräuschkulisse einer vielbefahrenen Autobahn.

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