Allerdings zählt bei der Berechnung der Fahrkosten nicht die tatsächlich gefahrene Wegstrecke, sondern die einfache Entfernung zwischen Wohn- und Arbeitsort. Das entschied jetzt das Landessozialgericht Niedersachsen-Bremen (Az.: L 9 AS 67/07 ER). Damit revidierten die Richter eine Entscheidung des Sozialgerichts Lüneburg (Az.: S 24 AS 1302/06 ER), über die die RUNDSCHAU bereits berichtet hatte.
Es gebe keinen Grund, die Fahrtkosten von Alg-II-Empfängern auf eine andere Weise zu berechnen als im Einkommensteuerrecht. Zudem könne jeder Leistungsempfänger höhere Fahrtkosten als die Pauschale von 20 Cent je Entfernungskilometer geltend machen, wenn er die tatsächlichen Aufwendungen nachweise, heißt es. (ddp.djn/sh)