So führte die Besichtigung zunächst in den Ortsteil Trattendorf. Ärgernis dort ist vor allem Müll wie alte Fernseher und Plastik gewesen, die aus dem Wasser geholt wurden und dann am Grabenrand liegen blieben. "Das geht so nicht. Der Müll muss sofort entsorgt werden", forderte Gallas. Im Ortsteil Schönheide bereitet vor allem der Grabenabschnitt am Friedhof Sorgen. Die vielen angrenzenden Felder lassen das Wasser konzentriert auf diesen Abschnitt zulaufen. Schäden an der Grabenböschung sowie im Auslaufbauwerk sind die Folgen. Erlenwurzeln und Buschwerk gefährden im Spremberger Stadtteil Kochsdorf die Durchlaufbauwerke und müssen entfernt werden. Thema der Gewässerschau waren auch die Überflutungswiesen an der August-Bebel-Straße. Anwohner haben sich über den mangelhaften Wasserablauf beschwert, erklärte der Mitarbeiter des Spremberger Bau- und Planungsamtes. Das Problem sei, so Gallas, dass der Graben zwar gereinigt wurde, der Beschnitt der zunehmenden Vegetation am Graben aber nicht die Aufgabe des Wasser- und Bodenverbandes sei. "Das ist Aufgabe der privaten Eigentümer", erklärte Gallas. Unter Wasser stehen im Ortsteil Türkendorf viele Wiesen und Äcker. "Die Landwirtschaft müsse hier umsichtiger arbeiten", sagte Ortsvorsteher Wolfgang Jaekel, der die kleinen Gräben sonst in Gefahr sieht. Auch die Hammerlache, die bereits auf dem Kreisverbandstag der Spremberger Angler Gesprächsthema war, (die RUNDSCHAU berichtete) gehörte zur Route der Gewässerschau. Um einen kontinuierlichen Wasserstand des Angelgewässers zu gewährleisten, ist ein Damm als Abgrenzung zur Spree gebaut worden, erläuterte Reik Gallas. Dadurch kommt es zu einem Rückstau im Hammergraben, dem Zulauf der Hammerlache. "Das ist ein Riesenproblem. Hier ist ein kleiner Dschungel entstanden", sagte Gallas. Auch Kleingärten hätten Probleme mit dem Wasser, das sich östlich der Gärtnerstraße staut. Mathias Klinkmüller