Apfelkuchen, Apfelmus, Apple Crumble, Apfelsaft - es ist Apfelzeit. Hier sind ein paar Tipps, welche Sorte sich besonders gut für welches Gericht eignet und wie man sich mit den Früchten aus dem eigenen Garten den ganzen Wintern hindurch versorgen kann.

Wie bewahre ich Äpfel aus dem Garten möglichst lange auf?

Äpfel sind druckempfindlich. Daher sollten sie möglichst nicht gestapelt gelagert werden. Darauf weist die Initiative "Zu gut für die Tonne" des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) in Berlin hin. Am besten lagern Äpfel kühl und dunkel, mit Folie abgedeckt, bei hoher Luftfeuchtigkeit und gut durchlüftet, zum Beispiel im Keller, in der frostsicheren Garage oder auf Dachböden. Bei idealen Bedingungen halten sich Äpfel etwa drei bis fünf Monate.

Alternativ rät die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO), die Früchte in den Kühlschrank zu legen. Aber Äpfel vertragen sich nicht mit allen Obstsorten: Sie verströmen Ethylengas, das den Reifeprozess beschleunigt. Wer wenig Platz hat, verpackt Äpfel am besten in verschließbare Folienbeutel aus Polyethylen mit kleinen Luftlöchern. Dabei entsteht eine sauerstoffarme Atmosphäre - wie bei der Großraumlagerung. Das verhindert das Austrocknen und erhält die Luftfeuchtigkeit.

Die Äpfel bekommen beim Lagern Flecken - was tun?

Lagern Äpfel lange, können sie dunkle Punkte bekommen. Diese schmecken bitter, sind aber nicht giftig. Auch schrumpelige Äpfel oder solche mit kleinen Fehlern müssen laut der Initiative "Zu gut für die Tonne" nicht weggeworfen werden. Sind Äpfel nicht von Schädlingen oder Schimmel befallen, lassen sie sich einkochen, zu Mus verarbeiten, in Müsli raspeln oder pürieren. Auch für Apfelkuchen oder als Bratäpfel eignen sie sich.

Wie erkennen Allergiker verträgliche Äpfel?

Wer allergisch gegen manche Sorten ist, kann sich mit einem Test absichern: Ein kleines Stück eines ungeschälten Apfels wird kurz an die Lippen gehalten. Danach abwarten, ob sich eine allergische Reaktion entwickelt, erklärt der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (Bund). Vor allem alte Apfelsorten wie der Boskoop seien verträglich, da sie Polyphenole enthalten, die das Apfelallergen ausschalten.

Aus welchem Apfel mache ich am besten Mus?

Boskoop, Fiesta oder Cox Orange eignen sich für Apfelmus und für Bratäpfel. Zu Mus empfiehlt die Bundesvereinigung der Erzeugerorganisationen Obst und Gemüse (BVEO) Kartoffelpuffer mit etwas geriebenem Sellerie im Teig. Für Tarte Tatin oder Crumble sollte man zu Rotem Gravensteiner und Holsteiner Cox greifen.

Wie kann ich Saft selbst herstellen?

Aus saftigen Kochsorten wie Boskoop, Braeburn und Roter Gravensteiner wird Apfelsaft gemacht. Dafür geschälte und entkernte Äpfel würfeln und mit Wasser aufkochen. Ein Stampfer zerdrückt die Früchte, etwas Zucker hinzufügen und den Saft durch ein Sieb abgießen.