Erfreulich für Vielfahrer ist die Rückkehr zur alten Regelung bei der Pendlerpauschale. Der Staat lässt einen Abzug von 30 Cent pro Entfernungskilometer zwischen Haustür und Arbeitsplatz beim zu versteuernden Einkommen zu - "ab dem ersten Kilometer", sagt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Vorteile hat das allerdings nur, wenn Arbeitnehmer aufgrund der Entfernung zur Arbeit oder weiterer Werbungskosten die entsprechende Pauschale von 920 Euro überschreiten. Nicht berücksichtigt werden die tatsächlichen Kosten, die bei der Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit entstehen, wenn diese höher sind als die Entfernungspauschale.Schulkosten jetzt begrenztEine weitere Änderung betrifft das Schulgeld, das Eltern für ihre Kinder zahlen, die allgemeinbildende Privatschulen besuchen. Der Gesetzgeber hat jetzt die Obergrenze zur Absetzbarkeit solcher Kosten auf 5000 Euro festgelegt und erkennt die Ausgaben damit erstmals nur begrenzt als Sonderausgaben an, erläutert die Stiftung Warentest. Dem Jahressteuergesetz zufolge ist Schulgeld für private und kirchliche Einrichtungen zu 30 Prozent als Sonderausgabe abzugsfähig - nach Abzug von Unterkunfts- und Verpflegungskosten. Um den Höchstbetrag auszuschöpfen, müssten Eltern also 16 666 Euro im Jahr an Schulgeld zahlen. Neu geregelt wurde auch das Reisekostenrecht. So entfällt laut Käding bei längerfristigen Auswärtstätigkeiten die bisherige Drei-Monats-Frist: Auch wer länger als drei Monate auf einer beruflich veranlassten Dienstreise ist, kann seine Fahrt- und Übernachtungskosten steuerlich absetzen. "Eine Ausnahme gilt jedoch für die Verpflegungsmehraufwendungen", sagt Käding. "Diese dürfen weiterhin nur für drei Monate bei der gleichen Auswärtstätigkeit angesetzt oder steuerfrei gewährt werden."Eine weitere Neuerung: Um Arbeitgeber zu ermuntern, mehr betriebsinterne Maßnahmen zur Gesundheitsförderung anzubieten, bleiben bis zu 500 Euro pro Beschäftigtem und Jahr nun steuer- und sozialversicherungsfrei. Raucherentwöhnungskurse, Nikotinpflaster, Akupunktur und Tabletten waren als Arbeitslohn bislang grundsätzlich mit Steuerabgaben verbunden. Jetzt gilt für Unternehmen ein Freibetrag von 500 Euro, so der Neue Verband der Lohnsteuerhilfevereine (NVL). Voraussetzung ist, dass die betriebliche Leistung zusätzlich zum Arbeitslohn erbracht wurde. Für Ausbilder, Dozenten, Betreuer, Erzieher, Künstler oder Pfleger, die nebenberuflich tätig sind, ist fortan ein höherer Betrag von der Steuer befreit. Die Übungsleiterpauschale wurde auf 2100 Euro angehoben. Auf Einnahmen aus derartigen Tätigkeiten werden bis zu einem Betrag von 2100 Euro jetzt also keine Steuern oder Sozialabgaben fällig. Fehler schnell meldenWer nachträglich erkennt, dass er in seiner Steuererklärung einen Fehler gemacht hat, sollte das beim Finanzamt so schnell wie möglich korrigieren. Dazu besteht eine gesetzliche Pflicht, erläutert Nora Schmidt-Keßeler von der Bundessteuerberaterkammer. "Für die Einkommenssteuererklärung 2008 geht das bis Ende des Jahres 2013."