Ähnlich der Zurschaustellung von Sexualität könne insbesondere die Mannheimer Ausstellung als „Mumienpornografie“ bezeichnet werden, sagte der Ägyptologe Dietrich Wildung gestern im Deutschlandradio Kultur. Die Ausstellung der Körper sei aber ein Eingriff in die Persönlichkeitsrechte, die selbst tausende Jahre nach dem Tod eines Menschen noch bestünden. Auch die Mumien seines Ägyptischen Museums in Berlin sollten von einem seiner Nachfolger wieder an Ägypten zurückgegeben und dort bestattet werden, sagte Wildung.
„Ich kenne Herrn Wildungs persönliche Einschätzung, er lehnt jegliche Präsentation von Mumien ab“ , sagte der Direktor der Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen, Prof. Alfred Wieczorek. Er habe Wildung bereits eingeladen, an einem Mumien-Kolloquium in Mannheim im Februar 2008 teilzunehmen. (dpa/jt)