Darauf weist die Wettbewerbszentrale in Bad Homburg hin. Der Verein hat vier Veranstalter von Flusskreuzfahrten abgemahnt, weil einige ihrer Acht-Tage-Reisen erst am Abend des ersten Tages beginnen und schon nach dem Frühstück des letzten Tages enden. An- und Abreisetag zählten die Veranstalter aber als zwei der acht Tage.

Das sei wettbewerbswidrig, erklärte der Rechtsanwalt des Vereins, Hans-Frieder Schönheit. Am An- und Abreisetag müssten die Passagiere also mindestens 16 der 24 Stunden an Bord verbringen oder in dieser Zeit einen zur Reise gehörenden Landgang machen. Der Verein bezieht sich auf ein Urteil des Oberlandesgerichts in Hamm aus dem Jahr 1986 (Az.: 4 U 176/86).

Damals hatten die Richter gegen einen Veranstalter von Busreisen entschieden. Dieser hatte eine Reise, die nicht einmal neun volle Tage lang dauerte, als Zehn-Tage-Reise bezeichnet. Im aktuellen Fall sei noch nicht klar, ob die abgemahnten Veranstalter die Namen der Reisen ändern, sagte Schönheit.