Neben Familienmitgliedern und Freunden waren Vertreter von Mitjas Grundschule auf den Friedhof gekommen. Auch einige Eltern von Mitschülern nahmen Abschied von dem Jungen. Nach Angaben der Anwältin war der Friedhof während der Beisetzung abgeriegelt.
Mitja war am 22. Februar missbraucht und erstickt worden. Sein mutmaßlicher Mörder, Uwe K. (43), befindet sich nach einem Selbstmordversuch in Leipzig im Haftkrankenhaus.
Mitja wäre an diesem Donnerstag zehn Jahre alt geworden. Seine früheren Mitschüler wollen an diesem Tag in besonderer Weise des Jungen gedenken. "Wir wollen Luftballons in den Himmel steigen lassen, an denen sich Zettel mit Wünschen der Kinder für Mitja befinden", sagte die Schuldirektorin.
An der Aktion beteiligt sich auch der angeschlossene Kindergarten. Mitjas Tod ist nach Angaben der Direktorin weiterhin ein zentrales Thema. "Die Kinder haben immer wieder Fragen. Wir versuchen, sie in der schwierigen Situation zu betreuen, lassen sie reden und hören ihnen zu."
Unterdessen wertet die Polizei die sichergestellten Spuren weiter aus. Ein Ergebnis der Analyse von DNA-Spuren des Tatverdächtigen Uwe K. an der Leiche des ermordeten Kindes liegt nach Angaben eines Sprechers der Staatsanwaltschaft nicht vor.
Nach dem mutmaßlichen Mörder Mitjas war mit einem Großaufgebot gefahndet worden. Vor eineinhalb Wochen hatte sich Uwe K. mit einem Sprung vor eine Straßenbahn das Leben nehmen wollen. Dabei wurde der mehrfach vorbestrafte Sexualstraftäter schwer verletzt.Der 43-Jährige kam in eine Klinik in Leipzig. Vor einer Woche wurde er in das Haftkrankenhaus verlegt. Dort wird er von drei Beamten bewacht. (dpa/uf)