Die Bilanz der Tester fällt ernüchternd aus: Vor allem Nichtarzneimittel konnten mit schwammig formulierten Hinweisen zur Anwendung bei Haarausfall nicht überzeugen, dass sie wirklich etwas bewirken. Lediglich sieben Arzneimittel, die den Stoff Finasterid enthalten, bekommen das Testurteil "gut". Männer müssen das Medikament jedoch dauerhaft einnehmen, da nach dem Absetzen die Haare wieder ausfallen. Außerdem müssen sie mit Nebenwirkungen wie Erektionsstörungen rechnen. Bei Frauen ist Finasterid wirkungslos.Nicht belegt sei die Wirksamkeit von Inhaltsstoffen in Mitteln der Kosmetikindustrie wie Koffein, Hopfenextrakt, Ginseng oder Vitamine. Stattdessen enthielten viele Kosmetika Inhaltsstoffe, die Allergien auslösen und möglicherweise zu Leber- und Nierenschäden führen können. Wer unter Haarausfall leidet, sollte einen Hautarzt aufsuchen. Dieser entscheidet, ob eine Behandlung sinnvoll ist. Auch bei einer ärztlichen Behandlung ist Geduld gefragt: Erfolge werden meist erst nach drei bis sechs Monaten sichtbar. pm/han