Es gilt hier das "Zuflussprinzip", erklärt Anita Käding vom Bund der Steuerzahler. Allerdings gibt es Gestaltungsspielraum: "Sind sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber einig, kann diese Abfindung auch gesplittet über zwei Jahre verteilt gezahlt werden." Damit könne die steuerliche Belastung für den Arbeitnehmer gedrückt werden.

Eine weitere Variante ist, die Abfindung ganz ins nächste Jahr zu verschieben. Das ist sinnvoll, wenn dann bedeutend weniger Einnahmen als noch im laufenden Jahr erwartet werden, zum Beispiel weil der Steuerzahler nur noch eine Rente bekommt. Eine Aufteilung der Zahlung kann sinnvoll sein, wenn in beiden Jahren Einnahmen erwartet werden, aber die Abfindung die Steuerbelastung für die übrigen Einkünfte nicht zu sehr nach oben verschieben soll.