"Fährt ein Schulkind mit seinem Rad etwa in eine geöffnete Autotür, bekommt der Fahrzeughalter möglicherweise keinen Schadenersatz", sagt Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV).
Der Grund: Kinder unter zehn Jahren haften für durch sie verursachte Schäden im Straßenverkehr nicht. Das sagt das Gesetz. Ihre Eltern müssen ebenfalls nicht eintreten. Das steht ebenfalls im Gesetz. Richter beurteilten Fälle, in die Schulkinder verwickelt waren, meistens zugunsten der Kinder, schildert die BdV-Vorsitzende ihre Erfahrungen.
Die Juristen seien der Ansicht, dass die Kleinen nicht wie Erwachsene Verkehrsabläufe richtig und rechtzeitig einschätzen könnten. Das gelte nicht nur für den laufenden, sondern in bestimmten Fällen auch für den ruhenden Verkehr. (ddp.djn/sha)