Vermieter sollten die Höhe ihrer angesetzten Mieten überprüfen und diese gegebenenfalls erhöhen. Sonst müssen sie mit steuerlichen Mehrbelastungen rechnen. Darüber informiert die Eigentümerschutz-Gemeinschaft Haus & Grund.

Bei Vermietern, die weniger als 66 Prozent der ortsüblichen Marktmiete verlangen, erkenne der Fiskus die im Zusammenhang mit den Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung stehenden Werbungskosten dann nur noch anteilig an. Bisher habe die Grenze bei 56 Prozent gelegen.

Neu sei auch, dass ab dem nächsten Jahr die bisher notwendige Überschussprognose entfällt, mit der ein Vermieter den vollen Werbungskostenabzug erreichen kann, wenn er zwischen 56 und 75 Prozent der üblichen Marktmiete erzielte.

Handlungsbedarf bestehe insbesondere für Vermieter, die bislang eine Miete in Höhe von 56 bis 66 Prozent der Marktmiete verlangen und dabei eine positive Überschussprognose vorweisen können. Sie müssten laut der Experten allein aus steuerlichen Gründen die Miete erhöhen. Das gelte besonders dann, wenn die ortsübliche Marktmiete in der Vergangenheit stark gestiegen ist.