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| 11:54 Uhr

Kinderzimmer-Gestaltung
Pastell statt knallig

Die Expertin rät bei Kinderzimmern zu Pastellfarben statt schriller Ausstattung.
Die Expertin rät bei Kinderzimmern zu Pastellfarben statt schriller Ausstattung. FOTO: fotolia/denisismagilov / fotolia
Cottbus/Spree-Neiße. Tipps von der Lausitzer Wohn-Expertin Sandra Lebedies: So wird das Kinderzimmer gemütlich und einladend.

Kinderzimmer sollten der Ort sein, an dem der Nachwuchs toben und träumen kann, der Platz für Spielwelten und Kuschelstunden bietet, genügend Ordnung zum Schularbeiten machen hat und wild genug sein, um kreativ zu werden. Ganz schön viele Anforderungen an einen einzigen Raum. Die Lausitzer Wohn-Expertin Sandra Lebedies hat einige Tipps parat, wie das Kinderzimmer zu einem gemütlichen und einladenden Wohlfühlort werden kann.

„Kinder liegen gern auf dem Boden, klettern gern nach oben oder verstecken sich gern mal in einer Höhle. Wenn die Raumhöhe es hergibt, ist ein cooles Hochbett toll. Darunter kann eine Höhle mit Kuschelecke entstehen“, rät die stellvertretende Obermeisterin der Raumausstatter- und Sattlerinnung Südbrandenburg. Doppelstockbetten seien dagegen eher nicht mehr angesagt.

Bei der Einrichtung des Kinderzimmers empfiehlt Sandra Lebedies leicht abwischbare Möbel ohne Glastüren oder Glasböden. „Weiße Möbel sind in der Regel sehr neutral und gehen lange mit“ – und für frischen Wind im Kinderreich lassen sie sich beispielsweise mit Stoffen oder Tapete auf den Schüben aufpeppen.

Um genügend Stauraum für Spielzeug, Bücher und Co. zu schaffen, sind Regalsysteme mit Einschüben, die bei Bedarf gewechselt werden können, ideal, sagt die Handwerksmeisterin, die in Finsterwalde einen Raumausstatter-Fachbetrieb führt. Offene Regale sollte man dagegen im Kinderzimmer nur ganz beschränkt einsetzen, da es schwer ist, dort Ordnung zu halten. Bettkästen oder eine Sitzecke mit Unterkästen als Stauraum seien ebenfalls dankbare Verstecke, in denen Spielzeug schnell verschwindet und das Kinderzimmer ruck, zuck aufgeräumt aussieht. Vorsicht ist dagegen bei Schränken geboten, die offene Regale haben – wenn das Kind dort Kletterversuche startet und die Möbel nicht fest mit der Wand verbunden sind, kann es gefährlich werden, weist die Expertin hin.

Kinder brauchen nicht nur Platz zum Spielen, sondern auch zum Basteln und Arbeiten. Am idealen Bastel- und Arbeitsplatz sollte es einen Schrank mit vielen kleinen Schüben geben oder Möglichkeiten, um viele Schachteln oder Plastikboxen unterzubringen, rät Sandra Lebedies. So ist es kein Problem, Ordnung zu halten. Mit einer Küchenarbeitsplatte, die an der Wand montiert wird, könne ein günstiger Bastel- und Arbeitsplatz geschaffen werden. „Die Beleuchtung sollte ideal angepasst sein. Basteln im eigenen Schatten, weil das Licht von hinten kommt, macht keinen Spaß“, erklärt die Einrichtungsexpertin.

Bei der Neugestaltung oder Renovierung des Kinderzimmers empfiehlt Sandra Lebedies wischbaren PVC- oder Designbelag oder auch Echtholz. „Allerdings darf dann auch ein Kuschelteppich nicht fehlen. Der ist austauschbar, weil die Kleinen ja ganz schnell groß werden.“ Teppichböden seien für Baby- oder Kleinkindzimmer unpraktisch und eher für ein Jugendzimmer geeignet. Wichtig ist dann, zum Beispiel an eine Unterlage unterm Schreibtischstuhl zu denken, damit dieser auch auf dem Teppich rollen kann.

Bei der Gestaltung der Wände rät die Raumausstatterin zu streichbaren Varianten. So kann dem Kinderzimmer bei Bedarf ohne viel Aufwand ein frischer Anstrich gegeben werden. Hingucker schafft man beispielsweise mit Wand­tattoos, Fototapeten oder einem Wandbelag. Allerdings sollte der Rest des Raumes dann eher schlicht gehalten werden. „Egal ob Junge oder Mädchen: Pastell-Töne sind stark im Trend. Knallige Farben würde ich im Kinderzimmer vermeiden, man sagt auch sie würden schreien – und die meisten Kinder brauchen eher Ruhe als Hektik“, sagt die erfahrene Handwerksmeisterin.

(chk)
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