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| 14:49 Uhr

Interkulturelle Öffnung des DRK
Traumatisierte Kinder verstehen lernen

FOTO: DRK-KV Lausitz
Kinder und Jugendliche mit traumatischen Erlebnissen weisen besondere Verhaltensmuster auf. Sie zu erkennen und zu verstehen, ist Teil einer Fortbildungsreihe für pädagogische Fachkräfte, die gegenwärtig beim Kreisverband Lausitz stattfindet.

Für humanitäre Organisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz ist die wachsende kulturelle Vielfalt in der Gesellschaft eine neue Herausforderungen, aber auch eine Chance, der sich der Kreisverband Lausitz gegenwärtig stellt und öffnet. Insbesondere für das Ehrenamt und in der sozialen Arbeit gilt es, Handlungsmuster zu erlernen und Verhaltensweisen zu verstehen.

Flüchtlinge, Asylsuchende und Migranten spielen in vielen Bereichen des DRK eine große Rolle. Oft ist das DRK erste Anlaufstelle für Zuwanderer. Dann gibt es Aktivitäten, um Einheimische und Migranten näher zusammen zu bringen, die Integration zu erleichtern. Schließlich sind Menschen mit Migrationshintergrund auch potentielle Arbeitskräfte. Das DRK hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Interkulturelle Öffnung aktiv zu leben. Damit dies gelingt, müssen in den eigenen Einrichtungen und Diensten die Voraussetzungen für eine gelingende Integration durch Partizipation, Begegnung und Teilhabe geschaffen werden. Ein Patentrezept für das Gelingen dieser sensiblen Mammutaufgabe gibt es nicht. Ein Fortbildungszyklus in den Bereichen der interkulturellen Kompetenzentwicklung und Traumapädagogik soll helfen, interkulturelle Herausforderungen im beruflichen Alltag zu meistern und das Verständnis füreinander zu schulen.

Kinder und Jugendliche benötigen neue Bindungen

Geflüchtete und traumatisierte Kinder und Jugendliche haben das Wertvollste verloren – die Bindung an andere nahe Menschen und an das, was ihre Heimat gewesen ist. Sie benötigen jetzt neue Beziehungen und Bindungen. Das Wichtigste ist, diese Kinder und Jugendlichen als das zu sehen, was sie sind, mit den Erlebnissen, die sie hatten. Pädagogische Fachkräfte, die täglich mit schwer traumatisierten oder psychisch belasteten Kindern zusammenarbeiten, sind in ihrem beruflichen Umfeld selbst besonderen Belastungen ausgesetzt. Deshalb erfahren sie in der Fortbildung zur Traumapädagogik allgemeine Grundlagen zum Verstehen und Erkennen von Traumatisierungen sowie konkrete Handlungsempfehlungen für den Arbeitsalltag.

Die Verhaltensweisen traumatisierter Kinder und Jugendlichen sind so vielfältig wie ihre Erlebnisse in der einstigen Heimat oder auf der Flucht. Sie reichen von Schlafstörungen über Konzentrationsschwächen, aggressives oder überdrehtes Verhalten und Depressionen bis hin zur innerlichen Abwesenheit oder Suchtverhalten. Genau darauf müssen die ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiter vorbereitet werden. Ziel ist es, den jungen Flüchtlingen wieder eine Heimat zu geben, in der sie sich wohl und geborgen fühlen und eigene Entscheidungen treffen können.

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Wollen auch Sie die vielfältige Arbeit des DRK-Kreisverbands Lausitz unterstützen, die unter anderem die ambulante und stationäre Altenhilfe, die Behindertenhilfe, die Kinder- und Jugendhilfe, den Rettungsdienst, den Fahrdienst und die Wasserwacht im Landkreis Oberspreewald-Lausitz und Elbe-Elster umfasst? Über eine Spende würden wir uns freuen.

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