ANZEIGE
| 14:31 Uhr

ERLEBNISNACHT IM MÖBELWERK
RUNDSCHAU-Leser auf exklusiven Touren bei MAJA-MÖBEL

FOTO: Rasche Fotografie / Erwin Pottgiesser / Steffen Rasche
Die Erlebnisnacht im Wittichenauer MAJA-Möbelwerk hat für überraschende und spannende Einblicke gesorgt. Mehr als 300 Gäste gingen am 26. Oktober zwichen 18 und 23 Uhr bei laufendem Betrieb mit erfahrenen Mitarbeitern auf VIP-Tour durch die Produktions- und Lagerhallen.

Die LAUSITZER RUNDSCHAU und MAJA-MÖBEL hatten für die Besucher den blauen Teppich ausgerollt und das gigantische Werk mit Lichteffekten gekonnt in Szene gesetzt. Bei Entdeckertour, Ausbildungstour und Traditionstour erfuhren Besucher, wie bei MAJA-MÖBEL Tag für Tag Höchstleistungen vollbracht werden.

Mit dem Chef auf Entdeckertour

Auf dem Weg der Spanplatten von der Anlieferung bis ins Lager

„Ich hoffe, Sie haben gute Schuhe an, denn wir haben einen weiten Weg vor uns“, warnt Uwe Gottschlich seine Gäste beim Start der Entdeckertour freundlich vor. Dann geht es hinein in die MAJA-MÖBEL-Wunderwelt.

Schon an der Anlieferung erntet der Geschäftsführer zwischen Spanplattentürmen die ersten erstaunten Blicke. Rund 3100 Lkw-Ladungen solcher Platten werden jedes Jahr bei MAJA-MÖBEL verarbeitet. Eine gigantische Menge – und längst nicht die einzige riesige Zahl mit der Uwe Gottschlich an diesem Abend die Besucher überrascht.

36 Millionen Teile

„Wenn wir gut sind, schaffen wir es, dass die Platten von der Anlieferung bis zum fertigen Möbelpaket im Lager nur 18 bis 20 Stunden brauchen“, erklärt der Geschäftsführer mit lauter Stimme, denn im Hintergrund schneidet die Aufteilsäge die großformatigen Spanplatten grob zu. Rund 600 Kubikmeter, jeden Tag. Auf den Formatstraßen, auch Powerlines genannt, werden die Rohteile in Form gebracht. Die Besucher können dabei zusehen, wie die Platten auf ihr genaues Maß gefräßt und die Kanten bearbeitet werden. Im Sekundentakt. Allein im vergangenen Jahr wurden in dem Möbelwerk rund 36 Millionen Bauteile gefertigt. Das ist nur mit modernsten Maschinen machbar. Solche Anlagen wie im Wittichenauer Werk gibt es weltweit kaum ein zweites Mal. „Man sieht kaum Leute hier“, wundert sich einer der Gäste. Doch der Eindruck täuscht: Insgesamt sind mehr als 720 Festangestellte und bis zu 150 Leiharbeiter am Standort beschäftigt.

Einzigartige Anlagen

Was die Produktion bei MAJA-MÖBEL noch einzigartig macht, ist die Fertigung von Leichtbauteilen. Wie das funktioniert, erklärt Uwe Gottschlich recht eindrucksvoll. Zwei Hartfaserplatten bekommen in der Mitte eine Füllung aus Pappe mit Wabenstruktur. Der Geschäftsführer nimmt ein Stück Wabenpappe, legt es auf den Boden und stellt sich darauf. Die Waben bleiben in Form. „Das ist extrem stabil, obwohl es nur Papier ist“, betont der Chef. Solche Leichtbauteile dienen später als Seitenwände für das Regalsystem KALLAX. „Wir schonen mit dieser Leichtbauweise Ressourcen“, erklärt Uwe Gottschlich. Denn dieses System spart zum einen Holz als Rohstoff und zum anderen Energie für den Transport, weil die Teile leichter sind. Das freut am Ende auch den Kunden, der das Regal nach Hause trägt.

Profis im Lackieren

Weiter führt die Tour vorbei an den Bohrstraßen, wo täglich bis zu 50.000 Teile mit Löchern für die spätere Montage versehen werden, und zu den Anlagen für die Oberflächen-Bearbeitung. Die Wittichenauer sind Spezialisten im Lackieren und Drucken. Sie sorgen dafür, dass die Teile matt oder glänzend, hell oder dunkel, mit Struktur oder ohne versehen werden – ganz so, wie Auftraggeber IKEA das vorgibt. Die große Kunst dabei ist, dass jedes Bauteil einer Serie dem anderen exakt in Farbton und Glanzgrad gleicht. Unter UV-Licht härten die lösungsmittelfreien Lacke extrem schnell aus. So können die Teile bereits nach kurzer Zeit verpackt werden und kommen schließlich auf Paletten ins Lager. Lange bleiben sie dort nicht. Denn von Wittichenau aus gehen die Möbelpakete in IKEA-Einrichtungshäuser in ganz Deutschland und viele andere Länder. Am Ende der rund einstündigen Tour durch die weitläufigen Produktions- und Lagerflächen wissen die Besucher, dass Uwe Gottschlich am Anfang nicht untertrieben hat. Nicht ohne Grund sind viele Mitarbeiter mit Rollern oder Fahrrädern unterwegs, um die weiten Strecken schneller zurückzulegen. „Es ist beeindruckend wie groß das hier ist und wie viel hier Tag für Tag produziert wird“, sagt Besucherin Irén Körner am Ende der Führung.

Seit 28 Jahren auf Wachstumskurs

Traditionstour zeigt Wandel der Wittichenauer Möbel-Produktion

Als die MAJA Möbelwerk GmbH 1990 in Wittichenau gegründet wurde, ahnte wohl niemand, welche Erfolgsgeschichte das Unternehmen schreiben wird. Mit 62 Mitarbeitern startete Anfang 1992 die Produktion auf 10.000 Quadratmetern Fläche. „Die ersten Mitarbeiter waren alles ehemalige Möbelwerker aus Hoyerswerda. Einige von ihnen arbeiten heute noch hier. Wir haben uns in den vergangenen Jahren mehr als Verzehnfacht“, sagt Personalleiterin Antje Schneider und freut sich über die große Resonanz.

Unter den Besuchern sind auch viele Ältere, die sich gemeinsam mit Ralf Kohl auf Traditionstour begeben. Der technische Leiter arbeitet bereits seit 1999 bei MAJA-MÖBEL und zeigt seinen Gästen nicht nur, wie rasant sich das Werk, sondern auch die Produktionsabläufe entwickelt haben. Von anfangs 10.000 Quadratmetern ist die überdachte Produktions- und Lagerfläche heute auf 85.000 gewachsen und statt 62 Mitarbeitern sind es heute mehr als 720. Immer wieder erntet Ralf Kohl von den Besuchern ungläubiges Kopfschütteln angesichts der gewaltigen Dimensionen und der rasanten technischen Entwicklung. „Der Kunde im Möbelhaus ist der erste, der das Möbelstück in der Hand hat“, sagt der technische Leiter. Die meisten Arbeitsschritte werden von den hochmodernen Anlagen übernommen, die nur von wenigen Menschen bedient werden. Eine riesige Lagerhalle arbeitet sogar vollautomatisch. Interessiert hören die Besucher zu und folgen durch das Werk. „Die Fertigung ist beeindruckend“, sagt Christian Gahrig, der sich schon in anderen Betrieben in der Region bei Tagen der offenen Tür umgesehen hat. Auch Karl-Heinz Weigel ist zum ersten Mal bei MAJA-MÖBEL und beeindruckt von der Größe: „Von außen sieht das gar nicht so groß aus.“Am Ende der Traditionstour sehen die Besucher im Ausstellungsraum die fertigen Kommoden und Regale in unterschiedlichsten Farben aufgebaut. „Das ist das, was wir hier machen“, sagt Ralf Kohl und weiß, dass dies nur eine Momentaufnahme ist: „Wir sind über Jahre gewachsen und es hört nicht auf. Ich bin gespannt, wo wir in 5 Jahren sind.“

Auf dem Holzweg Karriere machen

Vielfältige Berufschancen bei der Ausbildungstour entdeckt

Picobello aufgeräumt ist die Lehrwerkstatt im MAJA Möbelwerk zur Erlebnisnacht. Tagsüber arbeiten hier die gewerblichen Auszubildenden. „Im ersten Lehrjahr lernen sie bei Tischlermeister Stefan Zschornack. Jeder hat seine eigene Werkbank und sein eigenes Werkzeug“, erklärt Personalsachbearbeiter Benjamin Hoßmang auf der Ausbildungstour, die auf dem Weg durchs Werk führt, den die Azubis auch während ihrer Lehrzeit nehmen. Von der Lehrwerkstatt geht es im zweiten Lehrjahr in den Kleinmaschinenraum und am Ende ihrer Ausbildung stehen die Jugendlichen dann an einer der riesigen Anlagen. So wie Martin Weichert. Er hat seine Lehre zum Holzmechaniker erfolgreich abgeschlossen und lernt jetzt als Maschinenführer an einer der Formatstraßen weiter. „Es macht Spaß – auch mit den Kollegen. Die Arbeit ist toll“, sagt der junge Kamenzer. „Unsere Anlagen sind sehr komplex. Wenn die Auszubildenden ausgelernt haben, können sie noch lange nicht alles, was die Maschine kann. Bei MAJA-MÖBEL lernt man ein Leben lang“, erklärt Benjamin Hoßmang. Rund 35 Azubis gibt es derzeit. Sie lernen im Wittichenauer Möbelwerk ganz verschiedene Berufe – Industrie-

oder Informatikkaufleute, Holzmechaniker, Mechatroniker, Maschinen- und Anlagenführer oder absolvieren ein Studium in Holz- und Holzwerkstofftechnik. Für alle Neuen im Unternehmen gibt es zum Start der Ausbildung erst einmal eine Einführungswoche, bei der die Jugendlichen das Unternehmen und die einzelnen Bereichsleiter kennenlernen, grundlegende Informationen zu wichtigen Themen wie Arbeitsschutz, Qualitätsmanagement und Abfallordnung bekommen und natürlich auch Zeit haben, beim Picknick oder Grillen miteinander ins Gespräch zu kommen.

Saskia Richter steckt noch mitten in der Ausbildung. Die 19-Jährige lernt Industriekauffrau und begleitet eine der Gästegruppen durch das Werk. Nach einem Schnuppertag war sie „total überzeugt“ von MAJA-MÖBEL und ist glücklich, dass sie ihre Ausbildung in ihrer Heimat absolvieren kann. Zur Zeit arbeitet sie in der Disposition und hilft bei der Lkw-Annahme und Kalkulation. „Ich durfte auch schon ein paar Tage allein in einer Abteilung arbeiten“, freut sich Saskia, darüber, dass sie Verantwortung übernehmen darf.

Die Lausitzer Rundschau ist weder für den Inhalt der Anzeige noch für ggf. angebotene Produkte verantwortlich.