Unternehmensnachfolge
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| 14:15 Uhr

Wirtschaft & Verbraucher
So finden Unternehmen und Nachfolger zusammen

FOTO: FOTO: DENYS PRYKHODOV, MONTAGE: HAIKO HELLMANN
Viele Firmeninhaber in Südbrandenburg suchen einen Nachfolger. Das kostet viel Zeit und gute Nerven. Wichtig ist, ein möglichst breites Netz aufzuspannen. Dazu zählen Firmenbörsen, geschlossene Datenbanken, Lieferanten, Kunden und Wettbewerber.

Eine Form der Suche ist die Nachfolgebörse „nexxt-change“. Sie ist die größte Unternehmensbörse Deutschlands. Derzeit enthält die Datenbank über 7.500 Inserate von Betrieben, die einen Nachfolger suchen, und knapp 3.000 Anzeigen von potenziellen Kandidaten auf der Suche nach einem geeigneten Unternehmen. Ziel der Internetplattform ist es,

nachfolgeinteressierte Unternehmer und Existenzgründer zusammenzubringen. Dazu kann man in den Inseraten der Börse recherchieren oder selbst kostenfrei Inserate einstellen. Die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer Cottbus sind Regionalpartner der Börse. Sie übernehmen je nach Wunsch die Veröffentlichung der Inserate oder vermitteln den Kontakt zwischen den Beteiligten. Das garantiert die Anonymität. Zugleich können durch die Partner mögliche Interessenten vorgefiltert werden. So besteht nicht die Gefahr, dass sich unqualifizierte Interessenten melden, was wiederum zu Unruhe im Betrieb führt und den Verkauf in die Länge zieht.

Für Unternehmer

Die Inserate sollten ähnlich wie journalistische Texte aufgebaut sein. Das Wichtigste gehört nach vorne. Die Angaben sollten vollständig sein. Dazu gehören unter anderem die Branche, die Zahl der Mitarbeiter, die Art der Ausstattung, die Lage, betriebswirtschaftliche Kennziffern usw.. Bei der „nexxt-change“ können 4.000 Zeichen gefüllt werden. Je kürzer und präziser, desto besser. Kaum einer hat Zeit und Lust, ellenlange Abhandlungen zu lesen. Tipp: Denken Sie auch an ein professionell gestaltetes Exposé. Bilder sagen manchmal mehr als tausend

Worte. Welche Informationen Sie letztlich wie preisgeben, entscheiden Sie.

Für Nachfolger

Interessenten können entweder selbst ein Kaufgesuch einstellen oder über umfangreiche Filterfunktionen (Regionen, Mitarbeiterzahlen, Verkaufspreise…) gezielt nach Betrieben suchen, die übergeben werden sollen. Wer etwas gefunden hat, nimmt über ein Onlineformular den Kontakt auf. Im Normalfall werden die E-Mails erst den Beratern der HWK und IHK zugeleitet. Sie prüfen die Voraussetzungen und leiten dann den Kontakt an den zu übergebenden Betrieb weiter. Alles Weitere läuft dann zwischen Unternehmer und Nachfolger ab. Die Kammern

unterstützen je nach Wunsch.

Tipp: Wenn ein potenzieller Nachfolger Kontakt mit Ihnen aufgenommen hat, reagieren Sie schnell. Nichts ist schlimmer als unbeantwortete E-Mails, die wochenlang imPostfach unbeachtet liegen.

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