Unternehmensnachfolge
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| 13:46 Uhr

Wirtschaft & Verbraucher
Individuelle Lösungen finden

FOTO: lronline
So bereiten Sie die Nachfolge-Verhandlungen vor / Kompetente Beratung von IHK und HWK

Wenn ein Unternehmen übertragen werden soll, stehen meist umfangreiche Verhandlungen an. Dabei empfiehlt es sich, zunächst die gemeinsamen Interessen zu betonen. In der Regel hat auch der bisherige Inhaber großes Interesse daran, dass der Nachfolger Erfolg hat. Genauso wird es auch in einigen Fragen der weiteren Unternehmensführung ähnliche Auffassungen geben. Deshalb sollten beide Parteien zu Beginn der Verhandlungen versuchen, diese Gemeinsamkeiten herauszuarbeiten. Auf dieser Grundlage lassen sich Differenzen leichter beseitigen.

Tipp: Planen Sie ausreichend Zeit ein. Das gilt für die Suche nach einem Nachfolger ebenso wie für dieVerhandlungen mit potenziellen Interessenten.

Umfassende Informationen sind die Grundlage erfolgreicher Verhandlungen. Bereits die Beschaffung oder Aufbereitung erforderlicher Unterlagen kann sehr viel Zeit in Anspruch nehmen. So sind beispielsweise die Bilanzen der vergangenen Jahre, der Gesellschaftsvertrag, wichtige Lieferantenverträge, Mietverträge, Finanzierungsverträge oder Arbeitsverträge mit den

Mitabeitern bereitzuhalten. Ein eigenes Bild vom Unternehmen ist durch nichts zu ersetzen. Erst beim Rundgang durch einen Betrieb wird sichtbar, in welchem technischen Zustand die Produktionsanlagen sind oder wie die Altersstruktur der Mitarbeiter ist. All diese Aspekte sind in den Gesprächen zu berücksichtigen.

Tipp: Machen Sie sich ein eigenes Bild vom Unternehmen, das übergeben werden soll.

Auch wenn alle Informationen bereitliegen, sollte genau bedacht werden, wann ich diese weitergebe. Kann mir die Datenweitergabe zum jetzigen Zeitpunkt schaden? Kann ich die unbefugte Nutzung dieser Information eventuell durch eine vertragliche Schadenersatzregelung sanktionieren? Hier ist der Rat eines beratenden Rechtsanwaltes gefragt. Mit ihm kann dann eine individuelle und zutreffende Lösung erarbeitet werden.

Tipp: Überlegen Sie genau, wann Sie welche Informationen herausgeben!

Neben dem alten und dem neuen Unternehmer sitzen auch „unsichtbare Dritte“ mit am Verhandlungstisch. So ist daran zu denken, welche steuerlichen Verpflichtungen sich aus dem

Vertrag ergeben. Daran, dass Arbeitnehmer nicht einfach durch einen Unternehmensverkauf gekündigt werden können, Lieferanten, Banken oder Lizenzgeber mit ins Boot genommen werden müssen. Bleibt das Unternehmen in der Familie, ist auch zu regeln, wie mit erbrechtlichen Ansprüchen umgegangen werden soll. Jede Verhandlung führt zu eigenen individuellen Lösungen. Manchmal ist es sinnvoll eine neue Kapitalgesellschaft zu gründen, manchmal ist es sinnvoll alte Konstruktionen fortzuführen.

Tipp: Welche der Lösungen am besten passt, lässt sich nur im individuellen Beratungsgespräch klären.

Für solche Beratungsgespräche stehen Ihnen die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer zur Verfügung.

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