Unternehmensnachfolge
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| 11:31 Uhr

Nachfolge
Bedarf zur Nachfolge-Beratung steigt

Auf Wunsch wird das Unternehmen bei der Übergabe von den Fachleuten der IHK und HWK Cottbus kompetent und unabhängig begleitet
Auf Wunsch wird das Unternehmen bei der Übergabe von den Fachleuten der IHK und HWK Cottbus kompetent und unabhängig begleitet FOTO: CONTRASTWERKSTATT - FOTOLIA
Umfrage zeigt: Oft keine konkreten Pläne für die Weiterführung des Unternehmens Erfolgreiche Unternehmensnachfolgen sind neben dem Nachwuchs- und Fachkräftemangel gerade in Zeiten des Strukturwandels ein wichtiges Element für die Zukunft der Lausitz.

2.505 Betriebsinhaber, Geschäftsführer oder Betriebsleiter aus dem Gebiet der Handwerkskammer Cottbus (HWK) haben zum 31.12.2017 das 60. Lebensjahr vollendet. Dies betrifft allein 1.923 Unternehmen der Handwerksrolle A. Diese Handwerksgewerbe dürfen nur von Personen ausgeführt werden, wenn z.B. eine Meisterprüfung im entsprechenden Gewerk erfolgreich absolviert wurde. Meisterbetriebe sind jene Unternehmen, die im Schnitt mehr Arbeitsplätze schaffen, junge Menschen ausbilden und länger am Markt bestehen. Mit der Meistergründungsprämie können gerade in diesen Gewerken gezielt Gründer und Nachfolger finanziell unterstützt und gefördert werden. Bei den meisten Mitgliedsunternehmen der Industrie- und Handel kammern ist zur Führung eine bestimmte Qualifikation aus rechtlicher Sicht nicht erforderlich. Dennoch muss auch hier der Nachfolger fachlich und persönlich geeigne sein. Von den rund 34.000 Unternehmen, die bei der IHK Cottbus organisiert sind, haben 9.450 Entscheidungsträger, die älter als 60 sind.

Planung der Nachfolge wird oft vernachlässigt

In einer Umfrage der IHK Cottbus aus dem Frühjahr 2017 zeigte sich, dass viele Unternehmer noch keine konkreten Pläne für die Weiterführung des Unternehmens nach Ihrem Ausscheiden haben. Bei der Hälfte der kleineren Unternehmen mit weniger als zehn Mitarbeitern aber einem Inhaber über 60 gibt es keine Pläne für die Weiterführung des Unternehmens nach dem Ausscheiden des Entscheidungsträgers.Bei Unternehmen mit 50 und mehr Mitarbeitern sind diese Überlegungen zwar weiter verbreitet, aber auch dort hat etwa ein Drittel keinen konkreten Plan für eine Fortführung. Wenn überhaupt über das Thema gesprochen wird, wird in der Regel der Steuerberater oder Rechtsanwalt in die Überlegungen einbezogen. Der neutrale und kostenfreie Rat der IHK wird bisher nur von ca. zehn Prozent der Unternehmen in Anspruch genommen.

Enge Begleitung

Der Bedarf zur Beratung der Unternehmensnachfolge steigt seit Jahren stetig an. Er umfasst mittlerweile rund zwei Drittel der Beratungskapazitäten. Insgesamt wurden 130 Übergeber und potentielle Nachfolger im Jahr 2017 durch die Handwerkskammer und ca. 100 Unternehmen durch die IHK beraten. Mit potentiellen Übergebern wurde die Übergabefähigkeit des U ternehmens analysiert, Unternehmenswerte und Kurzexposés als Basis für Verkaufsgespräche erstellt. Auf Wunsch wurde das Unternehmen Schritt für Schritt auf die Übergabe vorbereitet und bei der Umsetzung begleitet. Mehr als die Hälfte der beratenen Unternehmen hatten zum Zeitpunkt des Erstgespräches keinen potentiellen Nachfolger. Auch hier bieten die Wirtschaftskammern mit der Betriebsbörse „nexxt-change“ eine Plattform zur aktiven Unterstützung der Nachfolgersuche. Für die Qualifizierung von potentiellen Nachfolgern stehen darüber hinaus die Angebote der Nachfolgerakademie der HWK zur Verfügung. Die IHK Cottbus startet im Jahr 2018 ihr neues Beratungsprojekt zur Nachfolge

„Generationswechsel im Unternehmen“.

Erfolgreiche Unternehmensnachfolge ist ein wichtiges Element für die Zukunft
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Erfolgreiche Unternehmensnachfolge ist ein wichtiges Element für die Zukunft unserer Regio FOTO: CONTRASTWERKSTATT - FOTOLIA
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