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| 10:30 Uhr

Rechtstipp von FRANK RENNERT zum Thema VERBRAUCHERRECHT
Widerrufsjoker für VW-Diesel-Besitzer- Landgericht sieht Formfehler in den Kreditverträgen

Frank Rennert
Frank Rennert FOTO: Presse / Thummerer
In einem aktuellen Urteil vom 04.07.2017 hat sich der BGH erneut mit den notwendigen Pflichtangaben einer Widerrufsinformation beschäftigt.

In einem aktuellen Verfahren vor dem Landgericht Berlin könnte es zu einer wichtigen Grundsatzentscheidung für zahlreiche VW-Kunden kommen. Der sogenannte Widerrufsjoker könnte ihnen die Rückgabe ihres manipulierten Fahrzeugs ermöglichen, wenn der Kauf mit einem Kredit finanziert worden ist. Die zuständige Richterin am Landgericht wies darauf hin, dass der Kreditvertrag Formfehler aufweist und somit die Widerrufsfrist nicht zu laufen begonnen hat. Damit ist ein Widerruf des Vertrages auch noch Jahre nach Abschluss der Autofinanzierung möglich. Rechtsfolge eines solchen Widerrufs ist die Rückabwicklung sowohl des Kreditvertrages als auch des Autokaufvertrages selbst. VW-Kunden können ihre Fahrzeuge zurückgeben und im Gegenzug bereits gezahlte Kreditraten zurückverlangen. Ein solcher Widerruf ist jedoch nicht auf Dieselfahrzeuge oder VW-Kunden beschränkt. Es kommt ausschließlich darauf an, ob der Kreditvertrag, welcher der Finanzierung des Fahrzeugkaufs diente, eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthält.

Rechtsanwalt Frank Rennert

Tätigkeitsschwerpunkte:
Handels- und Gesellschaftsrecht
Kapitalanlegerecht


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