Herzensangelegenheit – Das Sana-Herzzentrum
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| 11:10 Uhr

22 Jahre Sana-Herzzentrum
Sylvia Mehler-Glaser, Stationshilfe auf Station 2

Im Spätdienst gehört für Sylvia Mehler-Glaser die Vorbereitung der Transfusionsständer für die von der Intensivstation neu aufzunehmenden Patienten zu ihren Aufgaben.
Im Spätdienst gehört für Sylvia Mehler-Glaser die Vorbereitung der Transfusionsständer für die von der Intensivstation neu aufzunehmenden Patienten zu ihren Aufgaben. FOTO: Irene Göbel / LR Med
1995 wurde das erste Herzzentrum Brandenburgs eröffnet. Seit nunmehr 22 Jahren rettet und verlängert das Sana-Herzzentrum Cottbus Tausende Patientenleben. Zu verdanken ist das neben der fortschrittlichen Technik vor allem dem engagierten Team, das rund um die Uhr für die Menschen im Einsatz ist. Seit 20 Jahren gilt dies auch für Sylvia Mehler-Glaser, Stationshilfe auf der Station 2.

Als die 55jährige Cottbuserin am 1. November 1997 ihren ersten Arbeitstag antrat, hatte sie bereits enge Kontakte zum Herzzentrum. Nach ihrer Berufsausbildung arbeitete sie zuerst in einer LPG, bei der sie, wie sie heute sagt, „das Licht mit ausmachte“, bevor sie über eine Reinigungsfirma im medizinischen Bereich zum Einsatz kam. Als Vorarbeiterin war sie nicht nur in der Kolkwitzer Lungenheilstätte tätig, sondern auch im Herzzentrum, in dem damals noch in einem OP-Container operiert wurde.

Sylvia Mehler-Glaser hat das Entstehen des Herzzentrums hautnah miterlebt und als ihr im Oktober 1997 die Stelle einer Stationshelferin angeboten wurde, da gab es für sie kein langes Überlegen. Noch am gleichen Tag hat sie bei der Reinigungsfirma gekündigt. Der Umzug in den Neubau gehört für sie mit zu ihren spannendsten Erlebnissen und war auch mit lustigen Begebenheiten verbunden. Lachend berichtet sie, was sie beim ersten Speisentransport erlebte. Es gab Suppe, die bereits auf die Teller portioniert war. Der Verbindungsgang zum Neubau des Herzzentrums hatte so eine Schräge, dass die Suppe nicht auf dem Teller blieb, sondern im Warmhaltebehälter landete. „Natürlich ist das nur einmal passiert, aber in manchen lustigen Runden erzählen wir heute noch davon“.

Gehörte sie 1997 mit zu den ersten Stationshilfen, arbeiten heute insgesamt 13 auf den Stationen, die sich nicht nur um saubere und liebevoll gemachte Patientenbetten sowie um termingerecht gefüllte Medikamentenschränke kümmern. Sylvia Mehler-Glaser sieht sich als Helferin der Ärzte und der Pflegekräfte im Hintergrund und das im Zweischichtsystem und mit Wochenenddiensten. Für die zweifache Mutter und Oma eines Enkels ist es selbstverständlich, Verantwortung mitzutragen. So hat sie eine Weiterbildung zur Pflegehelferin absolviert und kann damit eigenständig u. a. Insulin- und Blutzuckermessungen vornehmen sowie Transfusionsständer vorbereiten. Der enge Kontakt zu den Patienten liegt der engagierten Frau. Sie mag besonders die „Patientenkaffeerunde“. Kann sie doch wieder, und das auf ihre Initiative hin, ein kleines Gebäckstückchen mit anbieten. „Das ist wie Liebe über den Tisch reichen“, sagt sie und drückt damit aus, wie viel Spaß ihr die Arbeit macht. „Hier ist es einfach prima. Ich hatte nie wieder nach einer anderen Arbeitsstelle Ausschau gehalten. Hier möchte ich alt werden“ und sie lacht herzlich dabei.

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