Herzensangelegenheit – Das Sana-Herzzentrum
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| 17:18 Uhr

Sana-Herzzentrum Cottbus
Neue Lebensqualität für Risikopatienten

Das TAVI Team der 2018. TAVI-Prozedur
Das TAVI Team der 2018. TAVI-Prozedur FOTO: Christiane Klein / Sana Herzzentrum
Cottbus. In der interventionellen Kardiologie hat sich das Sana-Herzzentrum Cottbus bei dem Verfahren des kathetergestützten Aortenklappenersatzes, kurz TAVI, seit 2010 in Deutschland eine Spitzenposition erarbeitet. Anfang 2018 erfolgte durch ein interdisziplinäres Spezialistenteam im Hybrid-Saal bereits der 2018te TAVI-Eingriff.

Der Aortenklappenersatz per Katheter ist eine schonende

und minimal-invasive Behandlungsoption, die heute speziell bei Risikopatienten angewendet wird. Der 2000ste TAVI-Eingriff am 2. Januar ist am Sana-Herzzentrum Cottbus erfolgreich durchgeführt worden und vor wenigen Tagen der 2018te. „Das wird sowohl in Deutschland als auch in Europa beachtet. Denn damit sind wir mittlerweile unter den Spitzenkliniken angekommen“, sagt Chefarzt Dr. Axel Harnath.

Bereits 2009 war er Teil des interdisziplinären Medizinerteams, das nach Frankreich flog, um die ersten Schritte dieses innovativen Verfahrens zu erlernen. Mit diesem Fachwissen ausgestattet, konnte Anfang 2010 das schonende Katheterverfahren erstmals in Cottbus angewendet werden. Im Oktober 2016 wurde das Sana-Herzzentrum Cottbus in Anerkennung der erreichten hohen Qualitätsstandards durch die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DKG) als TAVI-Zentrum und als Qualifizierungsstätte für interventionelle (minimal-invasive Kathetertechnik) Kardiologie zertifiziert.

Prof. Dr. Dirk Fritsche, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Herzchirurgie.
Prof. Dr. Dirk Fritsche, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Herzchirurgie. FOTO: Sana-Herzzentrum Cottbus / Sana Herzzentrum

Jubiläumseingriff in 2018

Am 18. Januar wurde bei einer 86-jährigen Patientin aus Guben der 2018te Eingriff durchgeführt. „Die Patientin hatte einen schweren Herzklappenfehler und eine stark eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens, was ihr Risiko zusätzlich erheblich vergrößert hat. Während der Implantation ist es zu einer Reanimationssituation gekommen. Trotzdem ist die Operation routiniert im Team abgelaufen, so dass wir unter Herzdruckmassage die Klappe mit einem sehr guten Ergebnis positioniert haben“, erklärt der Chefarzt und betont: „Die Patientin hat alles gut überstanden. Wir konnten sie bereits am nächsten Tag von der Intensivstation auf die Normalstation verlegen. Für sie war der Eingriff lebensrettend.“

Dr. Axel Harnath, Chefarzt Kardologie
Dr. Axel Harnath, Chefarzt Kardologie FOTO: Sana-Herzzentrum Cottbus / Sana Herzzentrum

Vorteile für Risikopatienten

Bei der kathetergestützten Aortenklappenimplantation wird mit einem Spezialkatheter über die Leistenarterie eine neue Aortenklappe eingesetzt. Im Vergleich zu einer konventionellen Herzoperation ist die Eingriffszeit kürzer und der Patient erholt sich schneller. Der Eingriff erfolgt am schlagenden Herzen unter Lokalanästhesie und dauert zirka anderthalb Stunden.

Sadık Taştan, Geschäftsführer.
Sadık Taştan, Geschäftsführer. FOTO: Sana-Herzzentrum Cottbus / Sana Herzzentrum

Die Vorteile für den Patienten: Der Einsatz der Herz-Lungen-Maschine, das Durchtrennen des Brustbeins, das zeitweise Abklemmen der Aorta sowie längerer Herzstillstand während der Operation können vermieden werden.

Interdisziplinäres Heart Team

„Die neue europäische Leitlinie der Herzchirurgen und Kardiologen legt fest, „dass nicht mehr nur die Hochrisikogruppe der ganz älteren Patienten damit versorgt wird, sondern - da die Methode gut und sicher ist - auch die Patienten ab dem 75. Lebensjahr mit einem mittleren Risiko“, erklärt Dr. Axel Harnath. Gleichzeitig wird in der Leitlinie erstmalig festgeschrieben, dass die Voraussetzung für die Durchführung eines solchen Eingriffes das Vorhandensein eines funktionierenden Herzteams ist, das aus einem Herzchirurgen, einem Kardioanästhesisten und einem Kardiologen besteht. „Das ist genau die Idee, die wir bereits 2010 vor unserem ersten Eingriff durchgesetzt haben“, so der Chefarzt, der gemeinsam mit dem Leiter des TAVI-Teams, Dr. Volker Herwig, immer wieder auf bundesweiten Symposien zu diesem Thema referiert.

Millionen-Investition in Anbau

Am 15. November 2017 wurde der symbolische Grundstein für einen neuen Hybrid-Saal gelegt. Um künftig noch mehr Patienten auf höchstem medizinischem Niveau helfen zu können, werden rund 3,6 Millionen Euro in den Erweiterungsbau investiert. „Die Wahrnehmung unseres Herzzentrums hat sich von regional auf überregional erweitert und der Bedarf ist größer geworden. Mit dem Anbau können wir mehr Patienten versorgen, die Wartezeiten auf einen Eingriff und den Stress für das Personal reduzieren“, erklärt Prof. Dr. Dirk Fritzsche, Ärztlicher Direktor und Chefarzt Herzchirurgie. „Herzchirurgen und Kardiologen arbeiten Hand in Hand und so gelingt es, medizinische Höchstleistungen zu vollbringen“, betonte Geschäftsführer SadІk Tastan bei der Grundsteinlegung. „Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus im Sommer 2018 wird es möglich sein, weitere neue hochkomplexe Eingriffe durchzuführen und zugleich die Patientenversorgung in unserem Haus noch stärker interdisziplinär zu verzahnen“, ist sich der Geschäftsführer sicher.

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