Herzensangelegenheit – Das Sana-Herzzentrum
ANZEIGE
| 17:46 Uhr

Vortragsreihe im Pressehaus
Im Fokus: Neue Schlagkraft fürs flimmernde Herz durch eine EPU

Cottbus. Eine Elektrophysiologische Untersuchung, kurz EPU, ist eine spezielle Herzkatheter-Untersuchung mit Navigationssystem, die bei der Behandlung von gefährlichen Herzrhythmusstörungen angewendet wird. Dieser Behandlungsprozedur haben sich seit Januar 2012 im Sana-Herzzentrum Cottbus bereits mehr als 1500 Patienten unterzogen.

Alle Herzen haben ihren eigenen Kopf. Manche jedoch einen ziemlich störrischen. Elektrische „Fehlzündungen“ sind oft die Folge. Diese können ständige Unruhe, Herzrasen, Schwindelgefühle, ja sogar Ohnmachtsanfälle auslösen. Herzrhythmusstörungen oder Vorhofflimmern diagnostiziert dann der Arzt.

Wenn Medikamente nicht helfen

Für den Betroffenen sind dies oftmals sehr unangenehme und beängstigende Symptome. Eine Elektrophysiologische Untersuchung kann die Ursachen für die Herzrhythmusstörungen herausfinden und diese mittels Katheterablation behandeln. Mit dieser speziellen Herzkatheteruntersuchung bietet das Sana-Herzzentrum Cottbus gerade für Patienten mit gefährlichen Herzrhythmusstörungen, bei denen die medikamentöse Therapie dauerhaft keinen Erfolg zeigt oder bei der Abklärung von unklaren und immer wiederkehrenden Ohnmachtszuständen, eine weitere Behandlungsoption an. Nach einer örtlichen Betäubung werden mit Elektroden ausgestattete Katheter über die punktierte Leistenvene oder die Schlüsselbeinvene erst in den rechten Vorhof und je nach Ursprung der Störung in die anderen Herzkammern eingeführt. Hierüber werden elektrische Signale an verschiedenen Stellen des Herzens gemessen.

Schmerzlose Stromstöße

Durch kleine schmerzlose Stromimpulse werden anschließend die Herzrhythmusstörungen ausgelöst, um deren Ursprungsort zu lokalisieren. Ein Hochleistungsrechner wertet die Daten aus und zeigt genau an, wo die fehlgeleiteten Erregungsreize stattfinden. In den meisten Fällen können dann die Herzrhythmusstörungen mittels Ablation (Verödung) beseitigt werden. Mit der Einrichtung eines elektrophysiologischen Messplatzes im Hybrid-OP-Saal wurden vor sechs Jahren die technischen Voraussetzungen geschaffen, um die Behandlungsoptionen bei der invasiven Herzuntersuchung und -behandlung zu komplettieren. Als Team haben im Januar 2012 der heutige Chefarzt der Kardiologie, Dr. Axel Harnath, Oberarzt Andreas Terne und Dr. Boris Keweloh vom Unfallkrankenhaus Berlin die ersten drei Patienten in Cottbus mit einer EPU behandelt. Damit wurde das diagnostische und therapeutische Spektrum für Patienten, die unter Herzrhythmusstörungen leiden, weiter ausgebaut. „Wir sind sehr stolz darauf, eine derart leistungsstarke elektrophysiologische Abteilung entwickelt zu haben, so dass wir alle modernen Therapieformen zur Behandlung von Herzrhythmusstörungen unseren Patienten anbieten können“, sagt Chefarzt Dr. Axel Harnath. „Mit aktuell 300 elektrophysiologischen Eingriffen pro Jahr, von der Therapie des sehr häufig auftretenden Vorhofflimmerns bis hin zu seltenen aber lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen, haben betroffene Patienten aus der Region somit einen kompetenten Ansprechpartner vor Ort und müssen keine langen Wege mehr in andere Kliniken auf sich nehmen“, so der Chefarzt weiter.

Neue Vortragsreihe

Mittwoch, 20. Juni 2018, von 17.00 bis 19.00 Uhr

Hochleistungskardiologie gegen Herzrasen

Einführung und Moderation Wenn das Herz nicht im Takt schlägt ?

Dr. Axel Harnath

Chefarzt Klinik für Kardiologie,

Sana-Herzzentrum Cottbus Vorhofflimmern – von der Schlaganfallvorbeugung bis zur Ablationstherapie

Dr. Boris Keweloh
Stellv. Klinikdirektor der Klinik für Innere Medizin am Unfallkrankenhaus Berlin (ukb)

Ventrikuläre Tachykardie (gefährliche Rhythmusstörung)
Vorbeugung und Therapie -vom Defibrillator-Schock bis zur Ablationstherapie

Andreas Terne

Oberarzt Kardiologie
Sana-Herzzentrum Cottbus
Im Rahmen der Veranstaltung haben Sie die Gelegenheit sich am Stand des Freundeskreises „Freunde des Herzzentrums Cottbus e.V.“ über dessen ehrenamtliches Engagement und zu weiteren Themen zur Herzgesundheit zu informieren.

Die Vortragsreihe „MEDIZINkompakt“ wird im Medienhaus LAUSITZER RUNDSCHAU, Str. der Jugend 54 in Cottbus stattfinden und kann per Live-Stream verfolgt werden.

Die Lausitzer Rundschau ist weder für den Inhalt der Anzeige noch für ggf. angebotene Produkte verantwortlich.