Herzensangelegenheit – Das Sana-Herzzentrum
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| 11:57 Uhr

Erweiterungsbau mit neuem Sterilgutlager und modernisierter Zentralsterilisation
Höchste Anforderungen an sterile Instrumente

FOTO: Sana-Herzzentrum / Michael Helbig
Mit dem neuen Zweit-Hybrid-Saal haben sich auch die Arbeitsbedingungen für den Bereich der Zentralsterilisation verbessert. Moderne Technik und die unmittelbare Nähe zum OP bieten die besten Bedingungen für schnelle, reibungslose Abläufe. Ob nun Siebe, Scheren oder Pinzetten – alles, was am Patienten eingesetzt wird, muss nicht nur sauber, sondern steril sein. Dafür ist ein vierköpfiges Team zuständig.

Schließlich geht es auf dem hochsensiblen Gebiet der Herzmedizin um nichts weniger als das Leben der Patienten. Dieser Verantwortung sind sich die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zentralsterilisation absolut bewusst. Die Inbetriebnahme des zusätzlichen Hybrid-Saals bedeutet mit dem Anstieg an minimalinvasiven Eingriffen auch einen höheren Gebrauch von Instrumenten. Und das sind schon für einen einzigen Vorgang nicht wenige. „Zum Beispiel gehören zur Notfallausrüstung für eine Herz-OP mehr als 100 Teile. Und völlig egal, ob diese dann alle zum Einsatz kommen oder nicht, sie müssen auf jeden Fall sterilisiert werden, sobald das luftdicht verschlossene Set geöffnet wurde“, sagt Andreas Barthel, Technischer Sterilisationsassistent und stellvertretender Leiter der Zentralen Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA).

Spezielle Reinigungs- und Desinfektionsgeräte sorgen dafür, dass vom Sieb bis zur Pinzette alles keimfrei wird. Drei Stunden dauert die Aufbereitung vom Gebrauch bis zum sterilen, OP-fertigen Equipment. „Die benutzten Instrumente kommen zu uns. Hier werden sie auf 50° erhitzt und chemisch gereinigt, dann bei 90° thermisch desinfiziert, von uns auf Funktionsfähigkeit kontrolliert und verpackt. Sterilisiert wird das Set in der Verpackung. Die Instrumente kommen auf ein Sieb, werden doppelt in Fließ gewickelt, in den Container gelegt und verschlossen. Der Deckel ist mit einem speziellen Filter ausgestattet, so dass der 135° heiße Dampf im Desinfektionsgerät alle Keime abtötet“, so Barthel. Sein Kollege Heiko Volkmer ergänzt: „Dann wird das Set im Sterilgutlager verstaut und erst am nächsten Patienten wieder geöffnet. Die Annahme, Reinigung, Desinfektion, Sterilisation und Kontrolle der OP-

Instrumente erfolgt im Interesse der Patientensicherheit nach strengen Kriterien.“ Um die Arbeitsabläufe zu optimieren wurden die betreffenden Fachbereiche in die Planung des Erweiterungsbaus rund um den neuen Hybrid-Saal einbezogen. „Wir waren von Anfang an involviert und konnten mitentscheiden, welches Inventar wir benötigen, wie die Räume gestaltet und wo die Arbeitsplätze eingerichtet werden“, sagt Christine Wenzel, Leiterin der OP-Pflege und der ZSVA. „Aus der Praxis weiß unser Team am besten, ob es sinnvoll ist, den Schrank mit Schubfächern und mit Kästen zu bestücken oder wo der Wärmeschrank für das Kontrastmittel stehen sollte.“ Das neue Sterilgutlager befindet sich in unmittelbarer Nähe zu dem
Hybrid-Saal. „Ein großer Vorteil, denn die kurzen Wege ermöglichen ein schnelles Reagieren. Ob nun wegen eines Notfalls neue Abdeckungen, Instrumente oder Implantate benötigt werden, wir könnten in Sekundenschnelle darüber verfügen.“

Neben dem neuen Lager wurde die Zentralsterilisation modernisiert und nach dem neuesten Stand der Technik ausgestattet. „Damit werden wir der höheren Bedeutung, die dieser Bereich im Laufe der vergangenen Jahre für die Medizin bekommen hat, mehr als gerecht“, so Christine Wenzel. Anders als viele andere Krankenhäuser hat das Cottbuser Herzzentrum die Zentralsterilisation nicht ausgelagert, sondern die Verantwortung für dieses wichtige Glied der Versorgungskette selbst übernommen. Mit der Investition in den Neu- und Umbau wurden auch ein neues und größeres Reinigungs- und Desinfektionsgerät und zwei neue Sterilisatoren angeschafft, die größer sind als die bisherigen. „Dadurch verfügen wir nun über zwölf Sterilisationseinheiten, was sehr nützlich ist. Durch den zusätzlichen Hybrid-Saal erhöht sich mit der Anzahl der Patienten ja auch die Anzahl der Medizinprodukte, die in Gebrauch sind und wieder aufbereitet werden müssen. Das geht dank der neuen Technik noch effektiver.“

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