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| 11:57 Uhr

Bewertungsportale gewinnen beim Recruiting immer mehr an Bedeutung
Wie ist der Arbeitgeber?

„Kollegen nett, Büros modern, aber unbezahlte Überstunden ohne Ende“: Mehr als jeder dritte Internetnutzer (36 Prozent) hat sich schon einmal online Bewertungen von Arbeitgebern durchgelesen. Damit gewinnen Arbeitgeberportale beim Recruitung immer mehr an Bedeutung. Seit 2015 ist die Zahl derjenigen, die sich auf Online-Plattformen informieren, um sieben Prozentpunkte gestiegen. Vor drei Jahren informierten sich noch 29 Prozent darüber, wie aktuelle und ehemalige Mitarbeiter ein Unternehmen bewerten.

Für berufstätige Internetnutzer sind Arbeitgeber-Bewertungen im Netz besonders interessant: Hier sagt beinahe jeder Zweite (45 Prozent), dass er im Internet entsprechende Bewertungen liest. Besonders relevant sind die Online-Bewertungen offenbar für die jüngeren Berufstätigen.

In der Gruppe der 14- bis 29-Jährigen hat jeder Zweite (52 Prozent) schon einmal Online-Arbeitgeberbewertungen gelesen, bei den 30- bis 49-Jährigen sind es 46 Prozent, bei den 50- bis 64-Jährigen 39 Prozent. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage des Digitalverbands Bitkom.

„Ob zur groben Orientierung oder zur Überprüfung nach einem ersten Kontakt: Online-Rezensionen spielen in der Arbeitswelt genauso wie in anderen Bereichen – etwa bei Produkten, Hotels oder Dienstleistungen – eine immer größere Rolle“, sagt Bitkom-Expertin Juliane Petrich. Arbeitgeber sollten die Bewertungen daher ernst nehmen und die Chance nutzen, die Erwartungen der Arbeitnehmer an das Unternehmen besser kennenlernen und einschätzen zu können. Auch ob ein Arbeitgeber auf eine Online-Bewertung reagiere und wie er reagiere, könne sehr zum Image der Firma beitragen, so Petrich. „Für viele Berufstätige sind Online-Bewertungen die erste Visitenkarte eines Arbeitgebers.“ Wie ein Arbeitgeber beurteilt wird, hat auch große Auswirkungen darauf, ob sich ein geeigneter Kandidat für einen Job überhaupt bewirbt. Mehr als acht von zehn der wechselwilligen Interessenten (84 Prozent, 2015: 76 Prozent) wurde durch die Berichte und Noten in seiner Entscheidung schon beeinflusst.

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