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| 11:38 Uhr

Bauen und wohnen
Heizungscheck schon im Frühjahr

Was auf dem Display der Holzvergaserheizung der Firma ETA zu sehen ist, sieht auch Firmeninhaber Thomas Petersohn (l.) auf seinem Computer in der Firma. Für Handwerksmeister Tilo Kacalla ist die Diagnose über das Internet eine wesentliche Erleichterung bei den Servicearbeiten.
Was auf dem Display der Holzvergaserheizung der Firma ETA zu sehen ist, sieht auch Firmeninhaber Thomas Petersohn (l.) auf seinem Computer in der Firma. Für Handwerksmeister Tilo Kacalla ist die Diagnose über das Internet eine wesentliche Erleichterung bei den Servicearbeiten. FOTO: Peter Aswendt
Schwarzheide. Tipps und Trends für ein gut geheiztes Haus aus Schwarzheide. Internet zieht in den Heizungskeller ein.

„Mit der Kontrolle der Heizung bloß nicht bis kurz vor der Heizperiode warten“, sagt Thomas Petersohn händeringend. Als Meister und Inhaber des gleichnamigen Betriebes für Solaranlagen, Heizung und Sanitäranlagen in Schwarzheide weiß er: „Eigentlich ist es sinnvoll, die Heizung im Frühjahr warten zu lassen, denn dann weiß jeder noch genau, was alles im Winter nicht so 100-prozentig lief.“

Auf der sicheren Seite seien diejenigen, die einen Wartungsvertrag mit einem Handwerksunternehmen der Heizungsbranche haben. Darin enthalten ist in der Regel immer eine Kontrolle pro Jahr. Auch sollte sich niemand davon blenden lassen, dass die Warmwasseraufbereitung im Sommer gut funktionierte. „Eine Heizung kommt im Durchschnitt auf 1800 bis 2000 Betriebsstunden im Jahr, davon fallen etwa 500 bis 600 Betriebsstunden auf die Wassererwärmung“, weiß der Meister für Heizung und Sanitär Tilo Kacalla. „Werden nur die Sommermonate gerechnet, sind es vielleicht gerade mal 100 Stunden“, fügt er hinzu. Dass bei so geringer Belastung nicht alle Schwachstellen einer Heizungsanlage für den Hausbesitzer sichtbar werden, liegt auf der Hand.

Das Alter beachten. Neben der immer umfangreicher werdenden Steuerungstechnik von Heizungsanlagen gibt es aber noch Teile, die einem hohen mechanischen Verschleiß unterliegen. Hier sind meistens die Pumpen die Schwachstellen. Generell rät der Fachmann, dass Heizungen nicht unbedingt die 15 Jahre ihres Daseins als Wärmespender überschreiten sollten: „Schon wegen der Energieeffizienz und des Eigenverbrauchs sind Überlegungen zur einer Erneuerung anzustellen“, spricht Thomas Petersohn aus Erfahrung.

„Ständige Reparaturen und hoher Stromverbrauch fressen in kurzer Zeit die Kosten einer vielleicht neuen Anlage auf“, gibt der Handwerksmeister zu bedenken.

Garantie ist nicht alles. Aber auch bei einer neuen Heizungsanlage sollten bestimmte Eckpunkte in der Wartung beachtet werden. Obwohl viele Hersteller zwischen zwei und fünf Jahren Garantie anbieten, ist ein Wartungsvertrag mit einem Heizungsunternehmen sinnvoll. „Neben dem Jahrescheck, der durch die Garantie nicht abgedeckt ist, verlangen viele Hersteller eine professionelle Wartung, um Garantiefälle anzuerkennen“, bestätigt Thomas Petersohn. „Wir können auch Probleme viel frühzeitiger erkennen und so größeren Schäden vorbeugen und dem Kunden bei der Garantieabwicklung helfen“, fügt Tilo Kacalla hinzu.

Trend Internet. Aber vieles wird auch einfacher in Zeitalter der unbegrenzten Kommunikation. Überwachung und Service über das Internet ist das Stichwort. Der Heizungsbauer von heute sitzt nämlich am Computer und schaltet sich auf die Anlage des Hausbesitzers auf, startet die Heizung neu oder stattet den Monteur mit exakten Angaben und Ersatzteilen für den Service aus. „Viele Hersteller bieten diese Schnittstellen an. Wir haben mit der österreichischen Firma ETA und mit Viessmann sehr gute Erfahrungen gemacht“, berichtet Thilo Petersohn.

Beim Brennstoff ist eindeutig der Weggang vom Öl hin zum Erdgas Trend: „Es sind heutzutage die Kombinationen aus Solarthermie (Warmwasseraufbereitung) und verschiedenen Brennstoffformen, die das Optimum für den Hausbesitzer bedeuten“, weiß der Handwerksmeister.

„Neue Wege, wie zum Beispiel die Brennstoffzelle, sind noch sehr teuer“, fügt er hinzu. Am besten sei immer eine Beratung beim Heizungs- und Sanitärfachmann, der ein bestens abgestimmtes Angebot unterbreiten könne.

Auch für Berufseinsteiger bietet die Branche bestes Zukunftspotenzial: „Wir haben seit August zwei Azubis im Unternehmen“, sagt der Handwerksmeister aus Schwarzheide mit sichtlicher Freude. Er nehme immer gern Bewerbungen ambitionierter Menschen entgegen.

(asw)
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