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| 16:08 Uhr

Ein gelungener Auftakt
Enormes Interesse bei HERZMEDIZINkompakt im Medienhaus

Die Resonanz war einfach überragend: Im voll besetzten Forum des Medienhauses LAUSITZER RUNSCHAU fand am Mittwoch die Auftaktveranstaltung der neuen Vortragsreihe „HERZMEDIZINkompakt“ statt.
Die Resonanz war einfach überragend: Im voll besetzten Forum des Medienhauses LAUSITZER RUNSCHAU fand am Mittwoch die Auftaktveranstaltung der neuen Vortragsreihe „HERZMEDIZINkompakt“ statt. FOTO: Michael Helbig
„HERZMEDIZINkompakt“: Am Mittwoch ist die neue Vortragsreihe, eine Gemeinschaftsaktion vom Sana-Herzzentrum Cottbus und der LAUSITZER RUNDSCHAU, erfolgreich gestartet. Aufgrund des großen Leserinteresses wurde die Veranstaltung sogar per Live-Stream übertragen.

Nach dem ersten Vortrag hat Moderator Dr. Axel Harnath eine Frage ans Publikum. „Wer von ihnen hat wissentlich Vorhofflimmern? Ein Großteil der Besucher meldet sich. „Das ist für mich, aber vielleicht auch für sie interessant. Denn viele fragen sich, warum habe gerade ich Vorhofflimmern. Doch Sie sehen ja jetzt, dass es etwas Häufiges ist. Sie sind nicht allein. Wichtig ist deshalb, dass Sie heute etwas gelernt haben, welche Prognose das Vorhofflimmern hat und was man therapeutisch tut“, sagt der Chefarzt der Klinik für Kardiologie am Sana-Herzzentrum Cottbus. Wie häufig die Herzrhythmusstörung auftritt, beziffert zuvor Dr. Boris Keweloh, Stellv. Klinikdirektor der Klinik für Innere Medizin am Unfallkrankenhaus Berlin (UKB), zum Einstieg in seinen Vortrag „Vorhofflimmern – von der Schlaganfallvorbeugung bis zur Ablationstherapie“. Demnach sind ca. 5 Prozent der über 60-Jährigen und 7 bis 8 Prozent der über 70-Jährigen vom Vorhofflimmern betroffen. Bei den über 80-Jährigen sind es sogar 10 Prozent.

Drei verschiedene Kategorien

Dabei wird die Herzrhythmusstörung, zu deren Symptomen ein unregelmäßiger, schneller Herzschlag und eine verminderte Leistungsfähigkeit zählen, in drei verschiedene Kategorien eingeteilt: paroxysmal (anfallsartig), persistierend (anhaltend, aber beendbar) und permanent (nicht ohne weiteres beendbar). Eine Früherkennung ist in allen Fällen die Basis für eine möglichst wirkungsvolle und erfolgreiche Therapie. Ausführlich erläutert der Mediziner in seinem Vortrag dazu neben der Therapie mit Medikamenten zur Blutverdünnung u.a. auch die Möglichkeiten und den Ablauf der Elektrophysiologischen Untersuchung (EPU) – einer speziellen Herzkatheteruntersuchung, die das Sana-Herzzentrum Cottbus anbietet, sowie einer in der Folge möglichen Ablation (Verödung) zur Schlaganfallprophylaxe. Welche Therapiemöglichkeiten wann zum Einsatz kommen können, erörtert Dr. Boris Keweloh den Besuchern zudem an einzelnen Fallbeispielen.

Enorm großes Interesse

Die große Präsenz des Themas „Vorhofflimmern“ beweist auch die anschließende Fragerunde. Dieses enorme Interesse hat sich übrigens im Vorfeld der Veranstaltung bereits am gemeinsamen Stand des Vereins „Freunde des Herzzentrums Cottbus e. V.“ und der Deutschen Herzstiftung gezeigt. „Der Herzmonat November der Deutschen Herzstiftung steht in diesem Jahr auch unter dem Thema Vorhofflimmern“, erklärt Gundula Laurischk, ehrenamtliche Beauftragte der Deutschen Herzstiftung für den Bereich Südbrandenburg/Nordsachen, und ergänzt: „Wir arbeiten kontinuierlich mit dem Sana-Herzzentrum Cottbus zusammen. Ich bin überzeugt, dass die heutige Veranstaltung für die Gäste sehr interessant ist. Auch an unserem Stand wurden viele Fragen gestellt und viele Besucher haben sich Infomaterial mitgenommen.“ Zu den interessierten Besuchern bei der „HERZMEDIZINkompakt“-Reihe zählt Thomas Schimanski, der mit seiner Frau extra aus Lübben ins Medienhaus gekommen ist. „Ich finde es top, dass es so eine Veranstaltung gibt. Wann hat man sonst schon die Möglichkeit, einmal von solchen Fachleuten Informationen quasi aus erster Hand zu bekommen“, lobt er.

Dem kann sich Helga Wiesner aus Cottbus nur anschließen: „Als direkt Betroffene ist man bei diesem Thema natürlich entsprechend sensibilisiert. Aber die Möglichkeit, sich im Rahmen solch einer Veranstaltung zu informieren, finde ich gut.“

Kurz zuvor hat Andreas Terne, seinen Fachvortrag „Ventrikuläre Tachykardie (gefährliche Rhythmusstörung): Vorbeugung und Therapie - vom Defibrillator-Schock bis zur Ablationstherapie“ beendet. In diesem zeigt der Oberarzt der Kardiologie am Sana-Herzzentrum Cottbus den Veranstaltungsbesuchern die Aspekte des so genannten Herzkammerrasens. Die Symptome hierfür sind Herzstolpern, Herzrasen, Schwindel, Bewusstseinsverlust, Schock/Kreislaufstillstand, Brustschmerz und Luftnot.

Zu den Ursachen zählen strukturelle Herzerkrankungen (Herzinfarkt, Herzmuskelerkrankung mit eingeschränkter Pumpfunktion), Verschiebungen der Blutsalze, Gendefekte, Herzmuskelentzündungen, Medikamente sowie angeborene oder erworbene Herzfehler. Ausgiebig genutzt wird im Anschluss von den Besuchern auch die Möglichkeit, mit allen drei Ärzten noch ganz individuell ins Gespräch zu kommen. „Wir haben heute einen hervorragenden Auftakt der neuen Veranstaltungsreihe erlebt. Die Besucher waren sehr interessiert und hatten die Möglichkeit, individuelle Fragen zu stellen“, zieht nach gut zwei Stunden Sadık Tastan, der Geschäftsführer des Sana-Herzzentrum Cottbus, ein positives Fazit. Benjamin Seidemann, Verkaufsleiter Cottbus der LAUSITZER RUNDSCHAU, ergänzt: „Schon nach drei Tagen waren fast alle Plätze reserviert. Aus diesem Grund haben wir uns dazu entschlossen, die Veranstaltung auch per Live-Stream im Internet zu übertragen.“ Und mit Hinblick auf die Fortsetzung der Veranstaltungsreihe sagt er: „Die Anregungen und Wünsche der Besucher werden wir beim nächsten Mal natürlich noch gern umsetzen.“

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