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| 11:27 Uhr

Neue Bühne Senftenberg
Das Spektakel 2018: Stürme!

Die Kostüm- und Bühnenbildnerin Barbara Fumian bespricht letzte Details mit den Schauspieler Patrick Gees (Mitte) und Roland Kurzweg.
Die Kostüm- und Bühnenbildnerin Barbara Fumian bespricht letzte Details mit den Schauspieler Patrick Gees (Mitte) und Roland Kurzweg. FOTO: FOTOGRAFIE RASCHE / Steffen Rasche
Der Sturm von William Shakespeare mit einem Prolog von Frank Düwel & einem Epilog von Jan Mixsa

Beim diesjährigen Spektakel heißt es Segel setzen und als Leichtmatrose/in, Smutje, Signalgast oder Seemann an der Neuen Bühne Senftenberg anheuern. Als Teil der Mannschaft gilt es im Prolog von Frank Düwel, die wichtigsten Handgriffe der Seefahrt zu kennen, das kleine 1×1 der Seemannsbräute und Klabautermänner zu erlernen, um auf Prosperos Insel für alle Unwägbarkeiten der Seefahrt gerüstet zu sein. Es warten freche Fischweiber, smarte Bootsmänner und wagemutige Seeleute, die zu neuen, unbekannten Abenteuern in See stechen werden.

Ein Chor der Seemänner singt von vergangenen Zeiten und dem ewigen Kreislauf der Seefahrt. Junge See-Kadetten/innen singen in einer heutigen Hafenbar von ihren ehrgeizigen Zielen und Intrigen und machen auch nicht vor Mord und Todschlag halt. Oder sind die See-Kadetten/innen doch eher Abgesandte des Teufels, ohne die der Kapitän und seine Mannschaft nicht aufgeben würden? Auch eine geheimnisvolle dunkle Gestalt lebt in den Eingeweiden des Theaterschiffs und scheint aus den wunderbaren Welten eines Kapitän Nemo und seiner Nautilus entsprungen zu sein.

Volle Fahrt voraus in den Sturm William Shakespeares! Denn, die wahrhaft schönsten Dinge entstehen erst durch Unruhe oder Verwirrung – also durch stürmische Zeiten.

Das Spektakel 2018: Stürme! FOTO:

Jedem Sturm geht Stille nach. Und aus der Ruhe kommt die Kraft. Die klugen Ideen und Gedanken für ein gewinnbringendes Neues und Ganzes folgen auf die Turbulenzen. Manuel Soubeyrand führt Regie bei Shakespeares Werk „Der Sturm „ in dem Prospero, der Protagonist, einen Sturm erschafft, damit die Schiffe und deren Abenteurer/innen auf seiner Insel stranden. Er erschüttert das Meer. Er lässt den Wind tosen und die Wellen meterhoch brechen.

Die Schiffsleute bangen zu Recht um ihr Leben. Sie wissen nicht, dass es ein kontrolliertes Unwetter ist, dem alle lebend entrinnen werden. Sie sollen kurzzeitig voneinander getrennt werden. Denn Prospero will das wahre Gesicht seines Bruders Antonio erkennen und Rache wegen seines Verrats üben.

Prospero war der rechtmäßige König von Mailand, wurde aber auf Antonios Befehl mit seiner kleinen Tochter auf hoher See ausgesetzt. Er hatte Glück und überlebte. Nun ist er ein großer Zauberer. Er hat seine Macht durch seine Bücher und natürlich durch die Unterstützung seines Luftgeistes Ariel erworben. Er beherrscht das Inselleben. Hier ist er der Herrscher.

Die Neuankömmlinge bringen einige Aufregung mit und ordnen die Dinge neu. Es finden sich Liebespaare, Streithähne und Intriganten/innen formieren sich. Intrigen werden beschlossen und Pläne vereitelt. Es wird verhandelt und schließlich verziehen, um Frieden zu schließen.

Die Zuschauer/innen, stranden auf Prosperos Insel. Sie werden Teil seiner Zauberei. und können den Intriganten/innen zuschauen oder mit dem Liebespaar die Welt durch die rosarote Brille sehen oder aber Calibans falsches Spiel entdecken. Je nachdem, von welcher Schiffscrew sie angeheuert werden.

Nach dem Sturm wird sich alles legen, alles wird still. Es gilt von und mit Jan Mixsa zu erfahren, wie eine satirische Zukunft der Figuren aussehen könnte.

Weitere Informationen unter www.theater-senftenberg.de

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