Wie gut haben Sie nach dieser Kampfabstimmung im Kreistag geschlafen?
Gut, wie immer.Wer hat sich mit Ihnen am meisten über den Wahlsieg gefreut?
Meine Mitstreiter in der CDU-Kreistagsfraktion und im CDU-Kreisverband Spree-Neiße, die mich im Wahlkampf und auch vor der Abstimmung im Kreistag intensiv unterstützt haben. Glückwünsche kamen auch auch der Region, aus der Stadt Cottbus, dem Oberspreewald-Lausitz-Kreis und Elbe-Elster, von Unternehmen, Institutionen und von überraschend vielen Bürgern ebenso wie aus der Drebkauer Partnergemeinde Czerwiensk in Polen.Was wird Ihre erste Amtshandlung im neuen Amt sein?
Ich werde mit den Mitarbeitern im Kreishaus ins Gespräch kommen und mir eine erste Übersicht über die Aufgaben verschaffen.Wie soll Ihre Führungsmannschaft aussehen?
In der Kreisverwaltung arbeiten viele kompetente Mitarbeiter, die gute Arbeit leisten. Ich verstehe mich als Teamchef, der mit motivierten und eigenverantwortlich handelnden Mitarbeitern gemeinsam Probleme lösen und Ideen umsetzen will. Fehler, die passieren, müssen fair besprochen, aber auch konsequent ausgeräumt werden. Mein Grundsatz für die Arbeit der Verwaltung ist: Die Verwaltung ist für die Bürger da und nicht umgekehrt. Dies gilt auch für meine Führungsmannschaft. Hier zählen Kompetenz, Sachverstand und Leistung. Ich werde zu gegebener Zeit entsprechende Personalvorschläge machen. Im Vorfeld gab es dazu keine Absprachen.Was die Probleme betrifft, wechseln Sie in der Verantwortung nun praktisch zwangsläufig die Seite. Welche Lösungen sehen Sie für den Kreis und diekreisangehörigen Städte und Gemeinden für die schwierige Haushaltslage. Da ist die viel diskutierte Kreisumlage. Werden Sie noch in den aktuellen Kreishaushalt eingreifen?
In den aktuellen Kreishaushalt werde ich nicht mehr eingreifen. Der vorliegende Vorschlag ist ein Kompromiss, mit dem die meisten Bürgermeister der Region einverstanden sind. Wir haben uns auch in der Kreisarbeitsgemeinschaft des Städte- und Gemeindebundes intensiv damit beschäftigt. Die insgesamt schwierige Haushaltslage wird sich im Landkreis wohl in den kommenden Jahren noch verschärfen. Deshalb müssen wir genau prüfen, welche freiwilligen Leistungen notwendig sind und welche Aufgaben direkt in den Kommunen erledigt werden können. Mit Ihrem Sieg hat die CDU die SPD praktisch in die Opposition verwiesen. Auf klare Mehrheiten im Kreistag können Sie aber auch nicht bauen. Wie schwierig macht dies Ihren Job im Kreishaus?
Ich bin bereit, mit allen Abgeordneten im Kreistag zusammenzuarbeiten. Dabei ist neben der eigenen Fraktion das Zusammenwirken mit der FDP-und der Freie Bürger-Fraktion eine gute Basis gegeben. Mit der SPD-Fraktion möchte ich recht bald einen Gesprächstermin vereinbaren. Und auch die Linke will ich in den Prozess der weiteren Entwicklung unseres Spree-Neiße-Kreises aktiv einbeziehen.Ihre Nachfolge als Bürgermeister in Drebkau ist nun zu regeln. Bei welcher Person sehen Sie Ihr Werk in der Stadt denn künftig in den besten Händen?
Meinen Nachfolger im Amt des Bürgermeisters wählen die Drebkauer Bürgerinnen und Bürger. Jetzt ist es Aufgabe, vor allem der Parteien und Bürgerbewegungen in Drebkau, geeignete Bewerber zu nominieren. Selbstverständich würde ich mich freuen, wenn er oder sie auf meinen Erfolgen aufbaut. Aber auch, wenn andere Akzente gesetzt werden, kann das für Drebkau positiv sein. Mit HARALD ALTEKRÜGER sprach Kathleen Weser.