Im Grunde ging es bei meiner Kritik um die nicht durchführbare Straßensanierung in der Kirchhainer Straße in Finsterwalde.

Frau Steinmetzer-Mann mit ihrem grandiosen Halbwissen und einer offensichtlichen Schwäche, den eigenen Landeshaushalt zu lesen, spaltet in unsäglicher Weise Bildung und Infrastruktur. Es gilt aber in allen Landesteilen eine gleichwertige Infrastruktur als Daseinsvorsorge vorzuhalten.

Gleiches gilt selbstverständlich auch und gerade im Bildungsbereich. Richtig ist, dass 2000 Lehrer bis 2014 eingestellt werden. Dies ist schlicht auch nötig, weil auch Lehrer in den Ruhestand gehen.

Nur werden unter Rot/Rot 264 Stellen nicht wieder besetzt und somit haben wir tatsächlich eine Reduzierung von Lehrerstellen im Land Brandenburg. Diese Kürzung entspricht dem gesamten Personalbedarf von durchschnittlich 16 Schulen - fast eine Schule pro Landkreis. Es werden also in Zukunft weniger Lehrer an unseren Schulen zur Verfügung stehen.

Noch nie war der Unterrichtsausfall in den Schulen so hoch wie heute. Zehn Prozent der Unterrichtsstunden müssen derzeit vertreten werden. Die krankheitsbedingte Ausfallquote der Lehrer liegt momentan bei sechs Prozent. Die Reserve von Lehrerstellen liegt aber nur bei drei Prozent. Deshalb müssen nunmehr größere Klassen gebildet und Teilungs- und Förderunterricht reduziert werden.

Außerdem wird, wie im Haushaltsplan ersichtlich, reduziert bei den Freien Schulen, bei der Schülerbeförderung, beim Schulsozialfonds und bei dem Schüler- Bafög. Die Brandenburger Hochschulen müssen Kürzungen von bis zu 27 Millionen Euro hinnehmen.

Wenn ich also von der Landtagsabgeordneten die rote Karte bekomme (welche auch sonst), entlarvt das ihre Politikauffassung. Denn diese Karte zückt der Schiedsrichter. Frau Steinmetzer-Mann ist aber Akteur auf dem Politikrasen. Es wäre hilfreich, wenn sie endlich aus dem Abseits heraustritt.