Kurz nach einer Krebs-Diagnose ist der Frontmann der britischen Heavy-Metal-Band Motörhead, Lemmy Kilmister, im Alter von 70 Jahren gestorben. Es sei ein "kurzer Kampf mit einem äußerst aggressiven Krebs" gewesen, teilte die Gruppe in der Nacht auf Dienstag auf ihrer Facebook-Seite mit.

Der Sänger und Bassist, der mit richtigem Namen Ian Fraser Kilmister hieß, galt im Rock'n'Roll-Zirkus als Legende. Er war unter anderem für seinen exzessiven Alkoholkonsum bekannt. Wegen gesundheitlicher Probleme Kilmisters hatte die Band in den vergangenen Jahren wiederholt Auftritte absagen müssen.

"Wir können nicht beginnen, unseren Schock und unsere Traurigkeit auszudrücken, es gibt keine Worte", schrieb die Band auf Facebook. "Aber für den Moment: Spielt Motörhead laut, spielt Hawkwind laut, spielt Lemmys Musik laut. Habt einen Drink oder mehrere."

Kilmister war 24. Dezember 1945 im englischen Stoke-on-Trent geboren worden. 1975 gründete er die Band Motörhead, mit der er mehr als 20 erschienene Platten feierte. Zu den bekanntesten Alben zählen "Ace of Spades" (1980) und "No Sleep 'til Hammersmith" (1981). Vor Motörhead war Kilmister Teil der Band Hawkwind.

Freunde, Wegbegleiter und Kollegen nahmen in sozialen Netzwerken Abschied. "Habe einen meiner besten Freunde verloren", schrieb Black-Sabbath-Sänger Ozzy Osbourne bei Twitter. "Er war ein Krieger und eine Legende. Ich werde Dich auf der anderen Seite sehen." Der Mitbegründer der Band Kiss, Gene Simmons, twitterte: "Lemmy: Ruhe in Frieden, mein Freund." Am 23. Januar sollte Motörhead in Newcastle (England) spielen, Ende Februar in Chemnitz.