Der "Spider-Man"-Star, der am morgigen Samstag altersmäßig gleichzieht, lernte DiCaprio schon als Teenager beim Vorsprechen für Rollen kennen. In ihrem ersten gemeinsamen Film, "This Boy's Life" (1993), spielt DiCaprio die Hauptrolle, Maguire bekam eine kleine Nebenrolle ab.

Auch zwanzig Jahre später geht der kleinere, leise Part an Maguire. In "Der große Gatsby" mimt er den schüchternen Nick Carraway, der als junger Börsenmakler vom großen Geld träumt. DiCaprio trumpft mit pomadiger Haartolle und einem Killerlächeln als der Millionär Jay Gatsby auf. "Unsere Leben sind sehr verschieden", sagte Maguire vor dem Filmstart 2013 dem "Guardian". Und damit waren nicht nur ihre Rollen gemeint.

Maguire ist seit über zehn Jahren mit der Schmuckdesignerin Jennifer Meyer, Tochter des NBC-Universal-Vizechefs Ron Meyer, zusammen. Die Eltern von Söhnchen Otis (6) und Tochter Ruby (8) schotten ihr Privatleben ab, Schlagzeilen macht ihr Privatleben so gut wie nie. Anders als DiCaprio, dessen wechselnde Beziehungen immer wieder Stoff für die Klatschblätter liefern.

Die Außenseiter-Rolle lernte Maguire früh kennen. "Als Kind war ich sehr arm", erzählte der Schauspieler dem "Guardian". Seine jungen Eltern hätten von Lebensmittelmarken gelebt und manchmal in Obdachlosenheimen übernachtet. Dieses ärmliche und unstete Leben hätte ihn dazu getrieben, einmal Erfolg und Geld zu haben. Vor seinem Höhenflug als "Spider-Man" überzeugte der eher schmächtige und stille Darsteller als Anti-Held. In "Gottes Werk und Teufels Beitrag" (1999) spielte er einen Jungen, der kein Glück mit seinen Adoptiveltern hat. In "Die Wonder Boys" (2000) war er ein begabter, aber problembeladener Literatur-Student.

Regisseur Sam Raimi war es zu verdanken, dass der eher schüchtern wirkende Maguire als wagemutiger Spinnenmann eine andere Seite zeigen konnte. Von 2002 bis 2007 verwandelte er sich auf der Leinwand drei Mal in Peter Parker und in den drahtigen "Spider-Man". Die Serie wurde zum Kassenhit, Maguire zum Superhelden.