Für eine Sommerfilmnacht im Schwimmstadion des Friedens konnte es kein besseres Wetter geben. So strömten ab 20 Uhr die Leute bei optimalen Bedingungen zu der beliebten Sommereinrichtung. Als gegen 22 Uhr die Bilder über die Leinwand flimmerten, schaute Schwimmbadchef Torsten Marasus zufrieden über die Ränge. "270 Leute nutzten unser Angebot", sagte Marasus. "Für den Auftakt sind wir damit zufrieden. Besonders freut mich, dass einige Leute wirklich auch das Badeangebot nutzten und nicht nur wegen des Films kamen. Es scheint, die Leute sind fit für solche Sachen und nehmen sie gern an."

Natürlich hätten die Macher gern noch ein paar mehr Leute gesehen, doch in der dieser Woche gibt es ja wieder die Gelegenheit. Die Aktion ist eine Kooperation von Stadtwerke, Sparkasse Elbe-Elster und Kino Weltspiegel. Ohne das Kino wäre das alles nicht machbar, denn Kinochef Torsten Siegert hat noch die notwendige Technik. Dabei handelt es sich um zwei TK 35 aus dem Jahr 1956 - solche Technikperlen zu besitzen ist die eine Sache, sie bedienen und warten zu können die andere. Für die beiden Maschinen hat Torsten Siegert die beiden Spezialisten Achim Simmert und Dieter Neumann. Und die Beiden gaben wieder ihr Bestes, um den Leuten ein tolles Filmerlebnis zu bereiten.

Gezeigt wurde die Komödie "Rubbeldiekatz". Mit der Filmauswahl traf man offensichtlich den Nerv der Leute, es kamen Alt und Jung. "Mit solch relativ modernen Filmen könnte es aber bald vorbei sein", gab Torsten Siegert zu bedenken. "Der Erstellung des 35-Millimeter-Formats soll im kommenden Jahr eingestellt werden. Zu gering ist die Nachfrage." Sollte dies der Fall sein, so versprachen sich Siegert und Marasus am gleichen Abend noch in die Hand, dann will man eine Serie mit alten Kinoklassikern auflegen. Auf alle Fälle soll das Erfolgskonzept aus Nachtbaden und Kino fortgesetzt werden.

Bemerkenswert bei der Veranstaltung war die Ausstattung der Gäste. Die meisten Leute kamen gut vorbereitet mit Picknickdecke, Piccolo und ganz wichtig: ausreichend Autan ins Schwimmbad. Dazu gab es noch frisch Gegrilltes und frisch Gezapftes vom Finsterwalder Brauhaus. So konnte einer wunderbaren Sommernacht nichts mehr entgegen stehen.