Für Horst Berger ist sein Büro beim FCE so etwas wie ein „zweites Wohnzimmer“ geworden. Dabei begann sein sportlicher Weg in Brieske-Ost. Der gebürtige Schlesier, den es nach dem Krieg zuerst nach Leipzig und dann nach Brieske verschlug, jagte in jungen Jahren, bis zur C-Jugend, selbst eifrig dem Ball hinterher.

Als 1968 für das Sportbüro von Brieske ein Mann gesucht wurde, der sich um die Nachwuchsfußballer kümmern sollte, brauchte er nicht lange zu überlegen. „Ich habe mich gefreut, dass man mich angesprochen hatte“, sagt Horst Berger. Seine erfolgreiche Arbeit sprach sich schnell herum. 1984 fragte ihn der damalige Energie-Vizepräsident Horst Schudack, ob er die Cottbuser Nachwuchsabteilung übernehmen würde. Berger sagte zu: „Ich hatte meine zweite Frau Doris kennengelernt, mit der ich auch heute noch verheiratet bin. Sie stammte aus Cottbus, da passte es ganz gut“, erinnert er sich.

Seit dieser Zeit ist der Name Horst Berger aus der Nachwuchsarbeit des FCE nicht mehr wegzudenken. Darüber hinaus war er auch noch als Mannschaftsleiter und teils als Übungsleiter im FCE-Nachwuchs tätig. Dabei war seine Arbeit sehr umfangreich, von den F- bis zu den A-Junioren zeichnete Horst Berger für die organisatorischen Dinge verantwortlich.

Dazu zählten die Finanzen, der Transport zu den Spielen oder auch, die Kontrolle der Spielerpässe. Seine Mitstreiter in der Anfangszeit bei Energie waren Steffen Eichhorn und Volker Ziegenhagen. Auch als seine biologische Uhr auf das Rentenalter zutickte, hieß dass für Berger noch längst nicht, dass nun auch sportlich Feierabend ist. „Zu Hause rumsitzen ist nicht mein Ding“, sagt Horst Berger.

In 27 Jahren, die er nun beim FCE ist, hat Horst Berger viele schöne Momente erlebt, aber auch Ärger und Probleme begleiteten seinen Weg. „Am liebsten erinnere ich mich an die Stunden des Aufstiegs 1997, 2000 und 2006. Das waren auch für mich echte Höhepunkte“, sagt Berger. Und er betont ausdrücklich: „Ich habe seit 1984 hier in Cottbus alle Trainer der Profis kennengelernt. Aber ich muss sagen: Pele Wollitz ist bis jetzt der Einzige gewesen, der sich intensiv für den Nachwuchs interessiert.“

Auch seine jahrelange enge Verbindung zur Altliga des FCE soll nicht unerwähnt bleiben: Berühmt wurde sein liebevoll „Berger-Pub“ genanntes Dienstzimmer. Dort finden sich mittwochs immer diejenigen zum Altligatraining ein, die entweder nicht mittrainieren können oder schon etwas in die Jahre gekommen sind. „Der Altliga halte ich die Treue“, freut sich Horst Berger auch heute noch auf jeden Mittwochabend.